Kaum Kartoffeln

Bergedorfer Zeitung, 6. Juli 1917

Satt zu werden, muss bei diesen Rationen unmöglich gewesen sein, und dabei war die Lage in Bergedorf sogar besser als in der Stadt Hamburg: drei Pfund Kartoffeln als Wochenration waren fast so wenig wie im Steckrübenwinter – außer den rationierten Lebensmitteln Butter, Gerstengrütze und Marmelade dürfte es noch 1.800 Gramm Brot und 150 Gramm Fleisch mit Knochen gegeben haben. Alles weitere musste auf dem freien Markt oder zum festgesetzten Höchstpreis gekauft werden, wenn es denn dort zu kriegen war. Sonst blieb nur der Schleichhandel, also der Schwarzmarkt.

Bis Mitte August blieb die Kartoffelration bei drei Pfund, dann konnte sie auf vier plus drei Pfund erhöht werden. Dafür gab es dann erst einmal kein Fleisch mehr (BZ vom 17. August 1918).

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