Da wird mancher BZ-Leserin und manchem BZ-Leser etwas bekannt vorgekommen sein: 1925 hatte die (angebliche) Kibo-Filmgesellschaft aus Leipzig (angeblich) versucht, eine Filmdiva aus Bergedorf-Sande zu entdecken, 1926 wollte eine andere Bühnen- und Film-Firma einen Bubikopf-Wettbewerb in Sande ausrichten. Ob die im Bild gezeigte Dame eine preiswürdige Bubikopf-Frisur trug, ist fraglich.
Aber beim Blick auf das Bild werden einige Betrachterinnen und Betrachter sich gefragt habe, ob sie die Person nicht schon einmal in der BZ gesehen hatten – und in der Tat, das hatten sie: da machte sie Werbung für das Gesundheitsbier einer Hamburger Brauerei. Kleidung, Schmuckreif im Haar, Gesicht und Blick waren absolut identisch – nur hatte sie deutlich längere Haare und keinen Bubikopf.
Irgendwie wirkt die Frisur des Bubikopf-Models verstümmelt – wahrscheinlich hatte ein BZ-Mitarbeiter oder ein Inserent versucht, eine Frau mit Bubikopf aus der Malzbier-Anzeige herauszuarbeiten: jemand, der zu dem Thema nur wusste „kurze Haare, Nacken frei“.
Dem Bergedorfer Friseur Honig wiederum diente die verunstaltete Person zur Werbung: er konnte (angeblich) verschnittene Bubiköpfe wieder in Ordnung bringen.
Ein billiges Vergnügen war so ein Haarschnitt übrigens nicht, denn er machte häufige Besuche einschlägiger Haarsalons notwendig.





