Der Bubikopf – Hairstyling à la BZ

Bergedorfer Zeitung, 16. Juli 1926

Da wird mancher BZ-Leserin und manchem BZ-Leser etwas bekannt vorgekommen sein: 1925 hatte die (angebliche) Kibo-Filmgesellschaft aus Leipzig (angeblich) versucht, eine Filmdiva aus Bergedorf-Sande zu entdecken, 1926 wollte eine andere Bühnen- und Film-Firma einen Bubikopf-Wettbewerb in Sande ausrichten. Ob die im Bild gezeigte Dame eine preiswürdige Bubikopf-Frisur trug, ist fraglich.

 

 

Bergedorfer Zeitung, 28. September 1925

Aber beim Blick auf das Bild werden einige Betrachterinnen und Betrachter sich gefragt habe, ob sie die Person nicht schon einmal in der BZ gesehen hatten – und in der Tat, das hatten sie: da machte sie Werbung für das Gesundheitsbier einer Hamburger Brauerei. Kleidung, Schmuckreif im Haar, Gesicht und Blick waren absolut identisch – nur hatte sie deutlich längere Haare und keinen Bubikopf.

Irgendwie wirkt die Frisur des Bubikopf-Models verstümmelt – wahrscheinlich hatte ein BZ-Mitarbeiter oder ein Inserent versucht, eine Frau mit Bubikopf aus der Malzbier-Anzeige herauszuarbeiten: jemand, der zu dem Thema nur wusste „kurze Haare, Nacken frei“.

Bergedorfer Zeitung, 6. August 1926

Dem Bergedorfer Friseur Honig wiederum diente die verunstaltete Person zur Werbung: er konnte (angeblich) verschnittene Bubiköpfe wieder in Ordnung bringen.

 

 

 

 

Bergedorfer Zeitung, 17. Juni 1926

Ein billiges Vergnügen war so ein Haarschnitt übrigens nicht, denn er machte häufige Besuche einschlägiger Haarsalons notwendig.

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