Die Schlager-Charts 1925/26

Bergedorfer Zeitung, 24. März 1926

Dass die Hefte „Zum 5-Uhr-Tee“ mit den Noten und ggf. Texten aktueller Schlager ein Verkaufsschlager waren, kann man aus der langen Reihe der Erscheinungsjahre erschließen – viele der in Band VI enthaltenen Schlager waren sicher „Hits“ und sind auch heute noch vielen Menschen bekannt. Den anderen wird empfohlen, die Titel der Musikstücke in eine der gängigen Suchmaschinen einzugeben: in vielen Fällen stößt man auf Original-Tonaufnahmen und auch auf Videos.

Ob einige dieser Lieder in Bergedorf-Sande auf die Bühnen von Unterhaltungslokalen gelangten, ist unbekannt: über derartige Musik berichtete die BZ nicht, und den Anzeigen der Veranstalter ist mit einer (auswärtigen) Ausnahme genauso wenig zu entnehmen, welche musikalische Richtung präsentiert wurde: das Schiller-Theater Altona, die Schilleroper, warb für den Besuch der Operette „Annemarie“ (Textbuch der Lieder in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg) mit dem Stück „Annemarie, komm doch in die Laubenkolonie“ (Aufnahme in der SLUB Dresden).

Es war vermutlich eher die jüngere Generation, die solche Lieder sang, summte oder pfiff. Das damals recht neue Bergedorfer Konzertorchester unter Max Johannsen brachte bei seinem „volkstümlichen Konzert“ laut BZ Opernmelodien zu Gehör (BZ vom 25. März 1926), und das dürfte einem gesetzterem Publikum gefallen haben.

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