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Archiv: September 2010

Öffnungen und Alternativen

30. September 2010 von

Von der ViFaPol…

Das Mutterportal Vifapol bietet Zugriff auf eine Linksammlung mit mehr als 5000 Links zu politikwissenschaftlichen Themen. Alle wurden sorgfältig ausgewählt und bibliothekarisch erschlossen. Dadurch sind sie nach verschiedenen Systematiken (fachlich, nach Ländern und nach Ressourcentypen) sortierbar und man muss nicht vorher schon ein Schlagwort kennen, um damit in einer Suchmaschine oder einem Katalog zu suchen, sondern kann sich von Allgemeinen zu speziellen Themen durch eine Struktur klicken, um zu den gesuchten Webseiten (und nur diesen zu gelangen).

Dieses interface bietet ein Menge Recherchemöglichkeiten. So kann man zum Beispiel mehre Systematiken parallel verwenden um etwa zum Politikfeld Sozialpolitik (fachlich) nur internationale Institutionen anzeigen zu lassen (Ressourcentyp).  Siehe hier.

Der Nachteil an der Sache ist der, dass das Nutzerverhalten nicht immer so funktioniert, dass sie zu einem Portal gehen und sich dort  mit Informationen versorgen und dann zufrieden sind.

Links werden in Strom der Konversationen auf twitter gepostet oder in Social-Bookmarking Diensten wie delicious abgelegt. Hier wird ein Medium für heterogene Informationsanbieter bereit, so dass keine weniger ausgeprägte Insellösungen entstehen.

über twitter….

Dem Informationsaustausch in einem stetigen Fluss von Postings versuchen wir uns anzunähern. Wenn immer ein Datensatz in der Linksammlung der ViFapol neu angelegt oder aktualisiert wird, wird parallel ein Tweet mit Titel, Link und so vielen Schlagworten wie möglich von http://www.twitter.com/vifapol_links gesendet. Mann kann diesen Account auf Twitter gut listen und regelmäßig Hinweise auf politikwissenschaftliche Webseiten bekommen. Oder man abonniert den RSS-Feed.

zu delicious

In einem zweiten Schritt exportiert die Anwendung packrat.ius die tweets zu www.delicious.com/vifapol_links Hier kann man nun unter anderem sehen,  ob es auch andere NutzerInnnen gibt, die diesen Link teilen und es ergibt sich aus den mitgeführten Schlagworten eine Tag-Cloud. Sie ist ein sich täglich verändernder, alternativer Sucheinstieg, der anders als die Fachsystematiken nicht vor, sondern mit der Erfassung der Quellen entsteht.

Zeitplanung

14. September 2010 von

Für die Planung der Projektabläufe und der Arbeitszeit der KollegInnen experimentiere ich gerade mit GanttProject. Ich war es gewohnt, Arbeitspakete in Excel zu controllen, aber das stößt an seine Grenzen und ich kann die Komplexität aufeinander aufbauender Arbeitsschritte damit nicht abbilden. Richtig glücklich bin ich mit der jetzigen Lösung auch nicht, aber es geht in die richtige Richtung.

Den Designspace öffnen

9. September 2010 von

Nach der ersten Analyse der Anforderungen der Zielgruppe kommt nun ein spannender Teil in der Projektentwicklung: die Konzeption der Umsetzung. Im Rahmen dessen was technisch und finanziell möglich ist und was von Zielgruppe und der Geldgeberin gewollt ist kann der design-space geöffnet werden.

Momentan denke ich, dass man sich von der „klassischen“ Vorstellung eines Portals mit vordefinierten Suchabläufen lösen sollte. Das Sich-Aufzwingen-Lassen einer Portallogik entspricht nicht den Arbeitsgewohnheiten der Zielgruppe.

Sie nutzt bereits bestimmte Zugänge: OPACs, Google, Verbundkataloge, Wikipedia, den lokal physisch vorhanden Bestand (für Serendipity), E-Mail, Fachdatenbanken, Mailinglisten (in etwa dieser Reihenfolge, vielleicht in der Zukunft ergänzt um Facebook), und wird in den meisten Fällen nicht gravierend von ihren gewohnten Suchwegen abweichen.

Möglicherweise ist es besser eine Reihe von Recherchefunktionalitäten nebeneinander über das web erreichbar zu präsentieren, ohne deren Nutzung zu genau vorzugeben. Kern des Portals (als einer Bündelung thematisch zusammengehörender Suchwerkzeuge und Schnittstellen) kann dann ein Volltextserver, eine Sammlung von fachlich relevanten Webseiten und eine konfigurierbare Metasuche sein, aber der Zugriff auf all das sollte individuell ganz unterschiedlich erfolgen können.

Mir gefällt dabei zum Beispiel die Möglichkeit, in der digibib sich selbst ein Suchprofil zu erstellen und daraus on-the-fly eine Suche für den Firefox zu erstellen, die nur in den von einem selbst gewählten Quellen sucht. So bleibt man nahe an der für viele gewohnten Google-Suche, sorgt aber für mehr relevante Treffer. Das könnte man weitertreiben. Vielleicht sollte das Portal auch ganz in die Toolbar ziehen, oder beliebige Teile des Portals könnten frei an- und ausgeschaltet werden, so dass man nur die Teile sieht, die man auch verwendet. Schön wäre es, wenn man diese selbstgebastelten Portale dann als Widgets in Blogs und Webseiten einbetten könnte.

Aktuell testen wir gerade die Integration der Fachinformationsführer (ein Wort an das ich mich auch nach Monaten nicht richtig gewöhnen kann) in twitter und de.lic.ious. Hintergrund dieser Bemühungen ist der Versuch, Links mit Kontext in einem Ihnen angemessenen Medium zu präsentieren. Momentan geht dass nur in eine Richtung: Wir senden nur. Aber immerhin machen wir keine Massenimporte mehr. Ein neuer Eintrag erfolgt nur dann, wenn eine Quelle neu angelegt oder aktualisiert wurde. Es ist ein kleiner Schritt, aber eben ein Schritt.