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Neue Spurensuche im Bergedorf-Blog: Bergedorf 1914

13. Juni 2014
von Heinke Schumacher — abgelegt in: Berichte,Neue digitale Angebote

Erinnern Sie sich noch an das Bergedorf-Blog, das wir Ihnen zu seinem Start im Vorjahr vorgestellt haben? Die «Historischen Betrachtungen anhand von Quellen der SUB Hamburg» erfreuen sich nicht nur bei Bergedorfern großer Beliebtheit. Auf NDR 90,3 wurde das Blog damals mit den Worten präsentiert: “Mit uralten Photos, Karten und Texten aus dem Archiv kann man sich auf Spurensuche im Internet begeben”.

Diese Spurensuche kann nun in einer neuen Rubrik unter dem Titel «Bergedorf 1914» vorgenommen werden.

Bergedorf war im Ersten Weltkrieg kein  Kriegsschauplatz – Gott sei Dank. Der ferne Krieg war dennoch ganz nah und im Leben  jedes einzelnen spürbar.

Anlässlich des im Jahre 2014 allgegenwärtigen Themas «100 Jahre 1. Weltkrieg» wird anhand ausgewählter Zeitungsberichte aus der Bergedorfer Zeitung des Jahres 1914 gezeigt, wie tief der Erste Weltkrieg in das Leben der Menschen in und um Bergedorf eingriff und wie abrupt die Pläne für die weitere Entwicklung der Stadt zum Stillstand kamen.

Bernd Reinert, der auch für diesen Teil des Blogs verantwortlich zeichnet:

Die Zeitungsartikel vom Juni und Juli 1914 zeigen Bergedorf als eine dynamische Stadt mit großen Plänen, aber ab Anfang August überlagern die Auswirkungen des Krieges nahezu alles. Jeder war betroffen, auch wenn er nicht Kriegsteilnehmer war oder Angehörige hatte, die ‚im Felde‘ standen. Anhand der Zeitungsmeldungen lässt sich die Entwicklung gut nachzeichnen, wobei begleitende Texte und Links zu digitalisierten Beständen der Staatsbibliothek die historische Einordnung erleichtern und zu weiterer Lektüre anregen.

Jede Woche soll ein Blog-Beitrag erscheinen (im Ausnahmefall zwei), der lokale Ereignisse vor genau einhundert Jahren wiedergibt – der erste inhaltliche Beitrag Bergedorf ändert sich befasst sich mit dem Abriss des „Wohltorfschen Hauses“ in der Großen Straße 29 (heute Sachsentor 26), eines Hauses aus dem 17. Jahrhundert. Die Abbildung des Grundrisses lässt erkennen, dass es sich um ein „Ackerbürgerhaus“ mit Stallungen und durchgehender Diele handelte. Bernd Reinert dazu:

Der geplante Abbruch zeigt zum einen, dass an Bergedorfs historischer Hauptstraße andere Nutzungen, vor allem Ladengeschäfte, in den Vordergrund traten, und zum anderen, dass man damals auch Engpässe zu beseitigen begann.“ Die Artikel der nächsten Wochen werden sich unter anderem mit dem Sport und den Bergedorfer Schulen befassen, aber auch lokale Berichte wiedergeben, die den heraufziehenden Krieg bereits erahnen lassen.

Artikel zwei dreht sich um das Thema «Schweine in der Stadt»:

 

Die Haltung von Hausschweinen in der Stadt (wie auch im benachbarten preußischen Sande und im zu Bergedorf gehörenden Geesthacht) war zu der Zeit nicht ungewöhnlich: man konnte Küchenabfälle verfüttern und preisgünstig seine Ernährung verbessern.

Die im Wochenrhythmus erscheinenden Artikel finden Sie chronologisch aufgelistet1 auf der Seite Bergedorf 1914. Wir wünschen interessierte Lektüre bei der Spurensuche.

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