FAQ
© 2024 Staats- und Universitätsbibliothek
Hamburg, Carl von Ossietzky

Öffnungszeiten heute09.00 bis 24.00 Uhr alle Öffnungszeiten Leichte Sprache

Der Georg Koppmann Preis für Hamburger Stadtfotografie des Jahres 2019 geht an den Hamburger Fotografen Axel Beyer. In der Jurysitzung zum gemeinsam von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) und der Stiftung Historische Museen Hamburg (SHMH) vergebenen Fotopreises wurde Axel Beyers Projekt „Temporäre Einsichten“ aus insgesamt 113 Bewerbungen ausgewählt. Der Georg Koppmann Preis für Hamburger Stadtfotografie besteht aus einem Arbeitsstipendium in Höhe von 8.000 € und ist im Herbst 2018 erstmals ausgeschrieben worden.
Den Ausgangspunkt von Axel Beyers Projektidee „Temporäre Einsichten“, die bis zum Sommer 2019 realisiert wird, bildet die permanente und an vielen Orten gleichzeitig verlaufende Veränderung der gebauten Stadtgestalt Hamburgs, wie sie für eine postindustrielle Metropole typisch ist. In seinen Arbeiten im Rahmen des Projekts will sich der Fotograf auf neue Sichtachsen und unverhoffte Einblicke in das Stadtbild konzentrieren, die sich durch den Abriss oder den Umbau von Gebäuden und Straßenzügen ergeben. Mit diesen temporär und räumlich begrenzten Einsichten auf Wohnräume, Hinterhöfe und Arbeitsorte soll eine Architektur der Stadt festgehalten werden, die den Blicken des Betrachters ansonsten verborgen bleibt. Weiter lesen „Axel Beyer erhält Georg Koppmann Preis für Hamburger Stadtfotografie des Jahres 2019“

Das Stader Jahrbuch 2018 ist unlängst im Selbstverlag des Stader Geschichts- und Heimatvereins erschienen ud enthält diverse Aufsätze mit Hamburgbezug. Weiter lesen „Stader Jahrbuch 2018 „100 Jahre Novemberrevolution im Elbe-Weser-Raum“ erschienen“

Nachwuchsworkshop zu Methoden der Landesgeschichte

4. März 2019
von Julia Förster — abgelegt in: Allgemein,Ankündigungen

Unter „Landesgeschichte“ wird gemeinhin diachrone Forschung über einen begrenzten, nächstgrößeren, politisch definierten Raum unterhalb der Staatenebene verstanden. Vor diesem Hintergrund wird sie seit jeher von einer Vielfalt methodischer Zugänge sowie interdisziplinärer Zusammenarbeit geprägt, sodass landeshistorische Forschung häufig die methodischen Möglichkeiten der Geschichtswissenschaft vorantreibt. Dabei besteht häufig eine enge methodische Zusammenarbeit zwischen der universitären Forschung und den regionalen Forschungslandschaften, den Archiven und der Geschichtsvermittlung. Da sich die Quellenbestände, Ansätze und Methoden jedoch auch regionenübergreifend gleichen, lässt ein deutschlandweiter Austausch der NachwuchswissenschaftlerInnen fruchtbare Ergebnisse erwarten.
Die Arbeitsgruppe Landesgeschichte möchte daher nun besonders den Austausch gerade junger LandeshistorikerInnen über die „Länder“grenzen hinaus fördern. Sie lädt Promovierende und PostDocs der Landesgeschichte vom 13.-14.12. nach Stuttgart ein, beim zweiten Nachwuchsworkshop der AG die methodischen Ansätze ihrer Vorhaben vorzustellen und diachron sowie vergleichend zu diskutieren. Unter dem Titel „Methoden der Landesgeschichte“ soll der Fokus auf Fragen der genutzten Quellengruppen und ihrer Problematik, der Methodik und der Auswertung und/oder des überregionalen Vergleichs bzw. eben gerade der regionalen Besonderheiten liegen.

Weiter lesen „Nachwuchsworkshop zu Methoden der Landesgeschichte“

Helmut Schmidt war ein Verfechter des geeinten Europas. Die europäische Einigung steht daher im Mittelpunkt des Festaktes in der Elbphilharmonie. Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher wird die Gäste begrüßen. Die Festreden halten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini. Julia Sen (NDR) wird zudem ein kurzes Interview mit dem Kuratoriumsvorsitzenden der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung, Peer Steinbrück, führen. Die musikalische Begleitung übernimmt das Ensemble Resonanz und die Big Band der Bundeswehr.

Als Abschluss und Höhepunkt der Feierlichkeiten zum Geburtstag eines der bedeutendsten Staatsmänner des 20. Jahrhunderts werden der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg und die Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung das Lebenswerk des ehemaligen Innensenators, des Hamburger Ehrenbürgers und des fünften Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland in Musik, Wort und Bild würdigen.

Wann und wo? Samstag, 23. Februar 2019 um 11 Uhr in der Elbphilharmonie Hamburg

Hamburger Volkshochschule wird 100 Jahre alt

19. Februar 2019
von Julia Förster — abgelegt in: Allgemein,Ankündigungen

Die Hamburger Volkshochschule feiert in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag. „Demokratie braucht Bildung“ – das Gründungsmotto der Hamburger Volkshochschule ist heute genauso aktuell wie vor 100 Jahren. Bildungssenator Ties Rabe gratuliert: „Die Hamburger Volkshochschule ist die größte Hamburger Institution für allgemeine Weiterbildung in Hamburg und damit unverzichtbarer Bestandteil unserer demokratischen Stadtgesellschaft. Mit über 8.800 Bildungsangeboten hat die Volkshochschule ein vielfältiges und an den Interessen der Hamburger orientiertes Programm. Die Idee der Volkshochschule ist heute so aktuell wie damals: Bildung als Schlüssel zur Teilhabe an Gesellschaft und Wirtschaft darf kein Privileg sein, sondern ist ein Menschenrecht. Deshalb gehören zum Aufgabenfeld der Volkshochschule in steigendem Maße auch Bildungsangebote für Zuwanderer.“

Im Zuge des demokratischen Aufbruchs 1918/19 nach dem ersten Weltkrieg erkämpften engagierte Demokraten in Hamburg das Recht auf „Bildung für alle“. Bereits am 28. März 1919 beschloss die erstmals demokratisch gewählte Hamburgische Bürgerschaft mit der neuen Regierungskoalition aus SPD und DDP auf ihrer dritten Sitzung die Gründung der Volkshochschule und der Universität Hamburg. Der erste Direktor der Volkshochschule war Rudolph Roß, späterer Erster Bürgermeister Hamburgs. Roß: „Es gibt keine dringlichere Aufgabe als politische Bildung.“ Die Bürgerinnen und Bürger sollten Dank der Bildung durch die Volkshochschule aktiv und selbstbestimmt an den kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben der Stadt teilhaben können.

Hier der aktuelle Plan zu allen Veranstaltungen: www.vhs-hamburg.de/100-jahre-vhs-bildung-fuer-alle
Weiter lesen „Hamburger Volkshochschule wird 100 Jahre alt“

Von 1920 bis 1924 lebte die Maskenbildnerin und Tänzerin Lavinia Schulz (geb. 1896) am ehemaligen Besenbinderhof 5 in St.Georg zusammen mit ihrem Mann und Künstlerkollegen Walter Holdt und zeitweise zusätzlich mit dem Musiker H. H Stuckenschmidt. Lavinia tanzte 1919/20für die expressionistische „Kampfbühne“ von Lothar Schreyer. Schulz undHoldt lebten in einer Kellerwohnung, die auch als Arbeits- und Probenraum diente. Sie entwarfen und fertigten aus Abfallmaterial avantgardistische Ganzkörermasken, zu denen sie eigene teils grotesk-lustige, teils dramatische Tänze zur atonalen Musik von Stuckenschmidt entwickelten. Die Haltung, kein Geld für ihre Aufführungen zu nehmen, brachte das Paar an den Rand des Hungertodes. Ab 1924 kam es zu soheftigen Spannungen, dass Lavinia im Affekt ihren Mann und dann sichselbst erschoss. Ihr Vermächtnis sind die weltweit einzigartigen Masken, die im Museum für Kunst und Gewerbe ausgestellt sind.

Wann und wo? Am 21. 3. 2019 um 17 Uhr wird am Besenbinderhof/Ecke Nagelsweg die Gedenktafel enthüllt und ab 17:30 Uhr gibt es im Museum für Kunst und Gewerbe eine Führung zu den Masken mit anschließendem Vortrag und Diskussion über Leben, Werk und Tod von Lavinia Schulz im Spiegelsaal des Museums (8 € Museumseintritt).

Am 17. Februar 2019 wäre der Historiker Walter Grab 100 Jahre alt geworden. Sein persönlicher Werdegang spiegelt die Herausforderungen und politischen Verwerfungen des 20. Jahrhunderts wider. Als Historiker hat er wichtige Beiträge zur Demokratiegeschichte und ihrer Verbindung zur Emanzipation der Juden geleistet. Insbesondere die Französische Revolution und ihre Wirkungsgeschichte haben ihn lebenslang beschäftigt.
Als Sohn einer jüdischen Familie wurde er am 17. Februar 1919 in Wien geboren. Er studierte ein Semester lang Rechtswissenschaft an der Universität Wien, floh dann nach dem Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland 1938 mit seinen Eltern nach Tel Aviv. Seine akademische Ausbildung konnte er zunächst nicht fortsetzen. Er war im Geschäft seiner Eltern – einem Handel mit Handtaschen – bis zu seinem 43. Lebensjahr tätig. Erst 1958 begann er an der Hebräischen Universität Jerusalem und der Universität Tel Aviv mit dem Studium der Geschichte, Philosophie und Literaturwissenschaft.
Mit Hamburg war er besonders verbunden: Als Student der Geschichte kam er mit einem Stipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung nach Hamburg und wohnte im Europakolleg. Im Jahre 1965 wurde er bei Fritz Fischer über Demokratische Strömungen in Hamburg und Schleswig-Holstein 1792–1799 promoviert. Zwei Jahrzehnte später kehrte er als Gastprofessor an die Elbe zurück. Von 1965 bis 1970 war er Dozent an der Universität Tel Aviv, danach außerordentlicher und ab 1972 ordentlicher Professor. Im Jahre 1971 gründete er mit Unterstützung aus Deutschland das Institut für Deutsche Geschichte an der Universität Tel Aviv. Bis zu seiner Emeritierung 1986 war er dessen Leiter und der Herausgeber des Jahrbuchs für Deutsche Geschichte. Das Institut besteht fort und wird auch aus Deutschland unterstützt.

Im Rahmen eines interdisziplinären Kolloquiums werden nun seine Arbeiten gewürdigt und mit der Frage nach der Zukunft der Demokratie in Europa verknüpft.
Die Veranstaltung ist kostenfrei.Eine Anmeldung bis spätestens zum 9. Februar ist erforderlich an: mathias.honer@uni-hamburg.de.

Wann? 13.-15.02.2019
Wo? Rathaus, Stiftung Europakolleg Hamburg & Institut für die Geschichte der deutschen Juden

Weiter lesen „Walter Grab und die Demokratiebewegung in Europa. Ein Leben für die Wissenschaft zwischen Wien, Tel Aviv und Hamburg“

In der Dokumentation „Nicht nur auf Ohlsdorf!“ finden Sie Kurzviten von 100 bedeutenden Frauen Hamburgs. Sie haben ihre letzte Ruhestätte nicht auf dem Ohlsdorfer Friedhof gefunden, sondern auf 31 anderen Friedhöfen Hamburgs und in der unmittelbaren Nähe der Hansestadt.
Für den Ohlsdorfer Friedhof sorgt der Verein Garten der Frauen dafür, dass die Grabsteine bedeutender Frauen nach Beendigung der Grabstätten-Nutzungsdauer und wenn diese von Angehörigen nicht verlängert wird, in den Garten der Frauen verlegt werden, so dass die Erinnerung an diese Frauen wachgehalten wird.
Mit dieser Veröffentlichung möchte der Verein Garten der Frauen auf Frauen aufmerksam machen, die Hamburgs Geschichte mitgeprägt haben und auf anderen Hamburger Friedhöfen bestattet sind, in der Hoffnung, dass ihre Grabstätten nach Ablauf der Ruhezeit nicht aufgelöst bzw. ihre Grabsteine nach Auflösung der Ruhestätte nicht zerschreddert werden. Denn im Gegensatz zum Umgang mit bedeutenden männlichen Persönlichkeiten, deren Verdienste beachtet und gewürdigt werden und deren Andenken bewahrt wird, geraten weibliche Persönlichkeiten eher in Vergessenheit. Der Verein Garten der Frauen möchte, dass die Leistungen von Frauen im gesellschaftlichen Gedächtnis bleiben.

Alle weiteren Informationen zu den Ruhestätten finden Sie hier.

Anfang 2019 wird das Stadtteilarchiv Eppendorf umziehen in das ehemalige Krankenhaus Bethanien, das ab dann martini44 heißen wird. Vor diesem Hintergrund haben sich die Vorstände von Kulturhaus Eppendorf, Stadtteilarchiv Eppendorf und MARTINIerLEBEN über ein neues Kooperationsmodell Gedanken gemacht. Die Zusammenarbeit der drei Vereine ist schon seit Jahren eng – inhaltlich, personell und organisatorisch. Es gibt inhaltliche Unterschiede der Vereinsprofile, aber auch diverse Überlappungen.

Als Ergebnis dieses Prozesses haben die Vorstände ihren Mitgliedern einen Zusammenschluss im Rahmen einer „Verschmelzung“ vorgeschlagen, welchem bei Mitgliederversammlungen der drei Vereine zugestimmt wurde. Nun werden der Verein Stadtteilarchiv Eppendorf und der Verein Martinierleben in den Verein Kulturhaus Eppendorf aufgenommen. Der „Gesamt-Verein“ hat dafür die Satzung erweitert und gliedert sich in Zukunft in drei Bereiche (Kultur,Geschichte, Gemeinwesenarbeit). Er wird umbenannt in Eppendorfer Soziokultur e.V.
Weiter lesen „Kulturhaus Eppendorf, Stadtteilarchiv Eppendorf und Martinierleben verschmelzen zu Eppendorfer Soziokultur e.V.“

Die Spur von 1968: Die „roten Kinderbücher“

25. Oktober 2018
von Julia Förster — abgelegt in: Allgemein,Ankündigungen,Neue Literatur

Utopie, Protest, terroristische Aktionen, Resignation und den langen Marsch durch die Institutionen – unter dem Schlagwort „1968“ zusammengefasst – gab es auch in der Kinder- und Jugendliteratur. Von 1965 – 1975 entwickelten Rote Zellen in Universitätsstätten, experimentierfreudige Autor*innen, Illustrator*innen und wagemutige Verlage sozialistische und antiautoritäre Kinder- und Jugendbücher. Politische Indoktrination, ästhetischer Hedonismus – unterschiedliche Gesellschaftsprogramme wurden vorprogrammiert. Gewalt wurde zum Thema, der Prager Frühling auch in der Kinderliteratur zu Grabe getragen. Das Private ist nun auch in Kinderbüchern politisch und umgekehrt. Hamburg spielte dabei mit. Was ist daraus geworden? Zeigt der Jugendbuchmarkt bis heute nachvollziehbare Entwicklungen, die damals ihren Anfang nahmen? Wo sind die Spuren von „1968“ bei Hamburgs Autoren, Illustratoren, Verlagen, Buchhandlungen und Bibliotheken auszumachen?

Mit Erinnerung und Analyse geht die Hamburger Bibliothek- und Informationswissenschaftlerin Prof. Birgit Dankert (*1944) diesen Fragen nach. Eine kleine Ausstellung sozialistischer und antiautoritärer Kinder- und Jugendbücher aus den Beständen der Gottfried Wilhelm Leibniz-Bibliothek Hannover, Sammlung Dankert, ergänzt den Vortrag.

Wann? Montag, 12.11.18 um 19 Uhr
Wo? Katholische Akademie Hamburg, Herrengraben 4