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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Das Alte Land, das Marschgebiet zwischen Stade und Hamburg, wurde durch holländische Siedler planmäßig angelegt.Mit dem europäischen Symposium sollen wissenschaftliche Grundlagen, Forschungsansätze und kulturelle Besonderheiten in den einzelnen Regionen gezielt ausgetauscht und vertieft werden. Hier nimmt das Alte Land eine besondere Stellung ein, denn es ist die Hollerkolonie, welche im Gegensatz zur Mutterlandschaft ( NL), noch in seiner Struktur am Besten erhalten ist. Der Austausch beinhaltet das Ziel eine internationale Arbeitsgruppe zu etablieren, welche das einzigartige Erbe vertiefend erforscht und es vor allem der nachwachsenden Generation entsprechend vermitteln soll.

Weiter lesen „3. Öffentliches europäisches Symposium: Diffusion oder Kolonisation. (19.01.2013)“

Nach dem überwältigenden Erfolg eines „Hamburger Nachmittags“ im März 2011 zusammen mit Claus-Peter Rathjen, kommt diesmal der singende Gynäkologe Dr. Friedrich Schliemann mit einem Soloprogramm ins Museum Elbinsel Wilhelmsburg und eröffnet damit die neue Saison der Veranstaltungen im Museum in diesem Jahr. Unter dem Titel „Lieder von Richard Germer und Texte von Benno Strandt“ kann man Schliemann wieder mit einem „Hamburger Nachmittag“ am 20. Januar um 15 Uhr in der Reihe „Kultur im Museum – Kultur am 3. Sonntag“ erleben.

„Wenn ein Gynäkologe auf der Bühne süffisant intoniert – „lass mich doch rein, Paula!“ – bekommt der Auftritt schon eine besonders pikante Note! Dr. med. Friedrich Schliemann, ein vielseitiger und ehemals viel beschäftigter Hamburger Gynäkologe hat ein besonderes Hobby: Bei Gelegenheit schlüpft er gerne in die Rolle eines liebeskranken Jünglings oder abenteuerlustigen Herings.
Er unterhält eine ständig wachsende Fan-Gemeinde mit Liedern von Richard Germer, dem bekannten norddeutschen Balladen-Sänger der sechziger und siebziger Jahre. Schliemann, der u.a. aus Hörfunksendungen wie „Sonntakte“, „Hafenkonzert“ und dem Norddeutschen Fernsehen („Freut Euch des Nordens“, „Lieder so schön wie der Norden“) bekannte singende Gynäkologe erfreute und erfreut damit auch die zahlreichen Besucher im Museum Elbinsel Wilhelmsburg. Die Veranstaltung musste damals wegen des  großen Erfolges am selben Tag nochmals wiederholt werden. Durch seine Interpretation der beliebten Lieder des unvergessenen Hamburger Volkssängers und Komponisten Richard Germer lebt dieser weiter.

Ebenso wird Schliemann Texte von dem 1907 in Finkenwerder geborenen Benno Strandt lesen, der die meisten Texte für Richard Germer  verfasste. Benno Strandt wurde als „der textende Taxifahrer“ bekannt. Er war Dichter und  Autor für Lieder, Gedichte und Geschichten in Plattdeutsch, Hochdeutsch und Missingsch. Seine größten Erfolge hatte er mit den Texten, die er für Richard Germer als Komponist und Interpret verfasste. „An de Alster, an de Elbe, an de Bill“, „Gor nich um Kümmern“, „Hering und Makrele“ und „Sowas Dummes“ sind nur einige seiner in das „Hamburger Liedgut“ übergegangenen Werke. Außerdem schrieb Strandt für Heidi Kabel, Dieter Hallervorden, Maria und Margot Hellwig, Henry Vahl, Fips Asmussen und Heino.

Mit seinem norddeutschen Humor, der vor allem durch trockene Selbstironie gekennzeichnet ist, führt der Arzt durch das Programm. Thema des Nachmittags – und nicht nur der Germer-Lieder – sind die Menschen mit ihren Vorlieben und kleinen Schwächen.

Mit etwas Glück erzählt auch Schliemann gern einmal zusätzlich zu den Germer Liedern ein paar ‚Döntjes‘ aus seiner Laufbahn.

Der Eintritt kostet 12 Euro, im Vorverkauf 10 €.

Eine Kartenreservierung ist unter 040 302 34 861 oder kultur@museum-elbsinel-wilhelmsburg.de zu empfehlen. Vorher besteht die Gelegenheit, sich im museumseigenen Café Eléonore mit selbst gebackenen Kuchen und einem Getränk auf die Veranstaltung einzustimmen.

 

Hamburger Autorin Tina Uebel erhält den Hubert-Fichte-Preis

30. November 2012
von Heinke Schumacher — abgelegt in: Allgemein

Der Hamburger Senat zeichnet die Autorin Tina Uebel mit dem Hubert-Fichte-Preis 2012 aus. Die 1969 in Hamburg geborene und hier lebende Schriftstellerin erhält den Preis für ihr Gesamtwerk. Die Preisträgerin, ursprünglich Grafikerin und Illustratorin, hat bereits fünf Romane, zahlreiche Kurzgeschichten und Reportagen veröffentlicht, in denen sie sich stilistisch zwischen Belletristik und literarischer Reportage bewegt. Weiter lesen „Hamburger Autorin Tina Uebel erhält den Hubert-Fichte-Preis“

Landesgeschichtlicher Fund zur Hanse im Hanseatischen Wirtschaftsarchiv

24. August 2012
von Heinke Schumacher — abgelegt in: Allgemein

© Stefanie GotthardtIm Bestand des Hanseatischen Wirtschaftsarchivs ist ein wertvolles Manuskript aus dem 17. Jahrhundert zur hansischen Geschichte wiederentdeckt worden. Die seit dem Zweiten Weltkrieg als verbrannt gegoltene Handschrift mit dem Titel „Hanseatica oder Kurtzer Auszug aus den Hänsischen Recessen“ umfaßt nahezu tausend Seiten und wurde vom Danziger Syndicus Wenzeslaus Mittendorp geschrieben. Aus Sicht dieses wichtigen Hansepolitikers wird die Geschichte der Hanse in den letzten Jahren des Städtebundes geschildert. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Darstellung der Hansekontore in London, Brügge, Nowgorod und Bergen von der Mitte des 14. Jahrhunderts bis 1601.

Die Handschrift wurde in der Hansegeschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts von führenden Hanseforschern als bedeutendste Hamburger Quelle zur Hansegeschichte genutzt und ihr Wiederauffinden kann laut Magnus Ressel, Historiker an der Ruhr-Universität Bochum, nicht hoch genug bewertet werden: „Dieser Codex ist für viele Hansehistoriker von großer Bedeutung. Das Auffinden dieses Bandes wird der Hanseforschung in vielerlei Hinsicht bedeutende Anschübe geben, vor allem im Bereich der Hansehistoriographie als Mittel zur Schaffung von Identität des Bundes zu einer Zeit, als er als Machtfaktor beinahe verschwunden war.“

Lesen Sie dazu auch die Pressemeldung der Handelskammer Hamburg.

Ort: Universität Hamburg, Institut für Volkskunde / Kulturanthropologie, Edmund-Siemers-Allee 1 / Westgebäude 2. Stock (Nähe Dammtor-Bahnhof)

Veranstalter: Universität Hamburg, Institut für Volkskunde / Kulturanthropologie und Historisches Seminar / Hamburger Arbeitskreis für Regionalgeschichte (Prof. Dr. Sabine Kienitz, Prof. Dr. Norbert Fischer, Prof. Dr. Franklin Kopitzsch)

Kriege haben in den letzten Jahrhunderten vielfältige Spuren in der offenen Landschaft hinterlassen. Dazu zählen Schlachtfelder, Bombenkrater, Gräben, Stellungen, Bunker, Forts und andere Befestigungsanlagen, Wracks, Memorials, Bestattungsorte, Flurnamen, Straßen- und Wegebezeichnungen und ähnliches. Es sind Gedächtnislandschaften par excellence, die häufig überwuchert und verborgen sind – im kulturell-gesellschaftlichen Sinn „vergessen“. Gleichwohl bieten ihre Relikte und Artefakte zahlreiche Indizien, wie stark die zerstörerische Wirkung von Kriegen in die Landschaft und damit auch in das alltägliche Leben eingegriffen hat. Für den Workshop sollen drei Ebenen im Sinne von Zeitschienen, aber auch im Sinne von Akteursperspektiven differenziert bzw. miteinander verklammert werden: Weiter lesen „Workshop: Zur Topografie des Verborgenen – Kriegslandschaften in Norddeutschland (7./8. Sep. 2012)“