„Todesmärsche im Elbe-Weser-Dreieck“ – Fachtagung der Gedenkstätte Lager Sandbostel am 18. April

Anlässlich des 75. Jahrestags der Befreiung des Kriegsgefangenenlagers Stalag X B wird die Gedenkstätte Lager Sandbostel eine Fachtagung zu dem Thema „Todesmärsche im Elbe-Weser-Dreieck“ ausrichten. Diese wird am Samstag, den 18. April 2020 von 10.00 – 18.00 Uhr im Foyer im Hauptausstellungsgebäude in der Grefstr. 3 in Sandbostel stattfinden. Anmeldeschluss ist der 31.3.2020, die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei.

Kurz vor Kriegsende wurde das KZ Neuengamme bei Hamburg und seine Außenlager von der SS geräumt. Die inhaftierten Männer und Frauen wurden unter katastrophalen Bedingungen entweder mit Güterwaggons oder auf „Todesmärschen“ in andere Lager gebracht. Diejenigen, die nicht Schritt halten konnten, wurden erschossen. Nur etwa die Hälfte der Häftlinge überlebte die letzten Kriegswochen. Ab dem 12. April 1945 erreichten etwa 9.500 KZ-Häftlinge in mehreren Transporten das Kriegsgefangenenlager Sandbostel. Vor den Augen der Bevölkerung wurden die entkräfteten Menschen in das Stalag X B Sandbostel getrieben. Die Sterberate auf dem Transport, im Lager und auch nach der Befreiung waren weiter sehr hoch. Etwa ein Drittel der Menschen starb. Die britischen Soldaten bezeichneten das Stalag X B als „ein kleines Belsen“, die französischen Überlebenden als „Sterbelager“.

In der Tagung werden die Todesmärsche durch das Elbe-Weser-Dreieck nach Sandbostel, die Situation im Stalag X B und die Erinnerung in der Nachkriegszeit thematisiert.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Quelle: H-Soz-Kult

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