„Fedder geht’s nicht“: Jan-Fedder-Promenade am Hafen offiziell eingeweiht

Die bislang nicht offiziell benannte Uferpromenade am Hafen zwischen Landungsbrücken und Baumwall trägt jetzt den Namen des beliebten Hamburger Volksschauspielers und Ehrenkommissars der Polizei Hamburg. An seinem heutigen Geburtstag wurde die Jan-Fedder-Promenade von Witwe Marion Fedder, Innensenator Andy Grote, Umweltsenator Jens Kerstan und Bezirksamtsleiter Ralf Neubauer offiziell eingeweiht.

Auch mehr als zwei Jahre nach dem Tod von Jan Fedder († 30. Dezember 2019) ist der vor allem als Fernseh-Polizist Dirk Matthies in der Serie „Großstadtrevier“ bekannte Volksschauspieler in Hamburg unvergessen. Bereits kurz nach der bewegenden Trauerfeier im Hamburger Michel war aus Politik und Öffentlichkeit der Wunsch nach einer Benennung laut geworden. So setzte sich die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte schon im Januar 2020 für eine entsprechende Ehrung ein.

Anfang vergangenen Jahres machte Marion Fedder, die Witwe von Jan Fedder, ihren Vorschlag für eine mögliche Benennung erstmals öffentlich. Der Vorschlag geht auf ein Gespräch von Marion Fedder und Innensenator Andy Grote zurück, bei dem beide die Wegefläche, die bislang als Elbpromenade im Sprachgebrauch bekannt ist, für eine Benennung ins Auge gefasst haben. Neben Umweltsenator Jens Kerstan, dessen Behörde für die Hochwasserschutzanlage verantwortlich ist, bekundete auch Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda als Vorsitzender der für die Benennung von Straßen verantwortlichen Senatskommission früh seine Unterstützung für den Vorschlag.

Nachdem der Vorschlag in die Bezirksversammlung eingebracht und als schriftlicher Benennungsantrag dem Staatsarchiv zur Prüfung vorgelegt wurde, stimmte auch die zuständige Senatskommission dem Beschluss zu, die bislang nicht benannte Promenade zwischen der Niederbaumbrücke und den Landungsbrücken am Hamburger Hafen in Jan-Fedder-Promenade zu benennen.

Marion Fedder: „Die Benennung zur Jan-Fedder-Promenade ist mit Sicherheit das schönste Geburtstagsgeschenk, das Jan je bekommen hat. Jan war mit Leib und Seele Hamburger und stolz auf seine Stadt. Der Hamburger Hafen war seine Heimat, sein Lebenselexir. Einen besseren Ort um Jan für die Ewigkeit zu ehren, hätte man nicht finden können. Jan würde sagen: ‚Fedder geht’s nicht!’“

Innensenator Andy Grote: „Nur wenige Menschen stehen so für unsere Stadt und die Hamburger Polizei wie Jan Fedder. Und das wird so bleiben. Mit der Jan-Fedder-Promenade haben wir den idealen Ort gefunden, um an das Leben und Wirken des großen Volksschauspielers und bekannten Vorzeige-Polizisten zu erinnern. Hier war die Tankstelle seines Großvaters, die Kneipe seiner Eltern und sein Lebensmittelpunkt – in seinen Rollen, wie auch im echten Leben. Er hat es verdient, dass gerade hier an der Hafenkante, in seinem Revier, dauerhaft an ihn erinnert wird. Wir werden Jan Fedder nicht vergessen.“

Jens Kerstan, Senator für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Diese schöne Promenade vereint städtebauliche Ästhetik und funktionalen Hochwasserschutz. Sie lädt zum Verweilen ein und ist von nun an auch ein Erinnerungsort an den beliebten Schauspieler Jan Fedder. Diese außergewöhnliche Promenade ist Teil der neuen Hochwasserschutzlinie, die wir rund um Hamburg bauen. Sie passt zu Jan Fedder, der am Hafen groß geworden ist. Ich bin mir sicher, dass er hier mit einem guten Gefühl auf seine Elbe blicken würde.“

Kultursenator Carsten Brosda: „Unvergesslich die große Anteilnahme, mit der Hamburg vor zwei Jahren Abschied nehmen musste von Jan Fedder. Er hat wie kaum ein anderer die Hamburger Seele verkörpert. Die Jan-Fedder-Promenade ist vielleicht einer der typischsten Orte der Hansestadt. Direkt an der Elbe hat man die Möwen im Ohr, den Wind um die Nase und den Blick in der Ferne. Jan Fedder und dieser Ort passen besonders gut zusammen und wir werden uns hier immer gerne an einen kantigen Typen erinnern, der für immer zu Hamburg gehört.“

Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte Ralf Neubauer: „Jan Fedder – war so etwas wie ein Botschafter Hamburgs. Egal ob im Süden, Osten oder Westen der Republik – überall mochte man seine unverwechselbare Art und so wie ihn stellt man sich wohl einen typischen Hamburger vor: nicht mehr Worte als nötig, aber ein riesengroßes Herz. Dieser Ort hier an der Elbe ist nicht nur ein Lieblingsplatz vieler Hamburgerinnen und Hamburger und ein Magnet für die zahlreichen Gäste der Stadt, sondern durch seine Vita auch eng verbunden mit Jan Fedder und ist damit prädestiniert um sein Andenken angemessen zu wahren.

Zum Verfahren: Über die Benennung von Straßen, Plätzen und anderen Verkehrsflächen entscheidet in Hamburg der Senat (Senatskommission für die Benennung von Verkehrsflächen). In der Regel geschieht dies auf Vorschlag von Bürgerinnen und Bürgern, aus der Politik oder vom Bezirk. Der Vorschlag muss in die Bezirksversammlung eingebracht und als schriftlicher Benennungsantrag dem Staatsarchiv vorgelegt werden, das diesen formal prüft und schließlich der zuständigen Senatskommission zum Beschluss vorlegt. Benennungen nach Verstorbenen sollen in der Regel frühestens zwei Jahre nach dem Tode vorgenommen werden. Details zum Verfahren siehe: www.hamburg.de/bkm/strassennamen.

Quelle: Pressestelle des Senats

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