Der Verlag der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
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Lesetipp: „Die wissenschaftliche Bibliothek als Verlag der Zukunft“

9. September 2010 | Von | Kategorie: Blog, Elektronisches Publizieren, Open Access, Universitätsverlage, Wissenschaftliches Publizieren

– so lautet die Überschrift eines ausführlichen Artikels in der F.A.Z. vom 8.9.2010. Der Autor Peter Uwe Hohendahl, Germanist an der Cornell University (Ithaca/USA), schildert hier (online leider nicht frei verfügbar) ein Modell hybriden Publizierens in der amerikanischen Germanistik, wie es ähnlich von Universitätsverlagen hierzulande schon seit einer Weile betrieben wird, nämlich

… eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Germanistik von Cornell, der Bibliothek als Lieferant der neuen Technologie und dem Verlag als Instrument der Distribution.

Die meisten online erscheinenden Titel werden dabei frei verfügbar (also Open Access) sein.

Spielen in den USA die Universitätsverlage eher die Rolle der „klassischen“ Wissenschaftsverlage, so vereinen hiesige Universitätsverlage – fast ausschließlich an wissenschaftlichen Bibliotheken angesiedelte Verlage – in sich technische Innovation wie auch herkömmliche Verlagsaufgaben. In der Regel erscheinen alle Titel frei verfügbar.

Die Initiative für die Kooperation in Cornell ging von der Bibliothek aus, die mit neuen Medien experimentiert und sich offen für neue Publikationsformen zeigt.
Das vom Autor geschilderte Kooperationsmodell wird als zukunftsweisend angesehen und von der Mellon Foundation für drei Jahre gefördert: Aufgaben sind das Erproben neuer Organisationsformen im Publizieren und die Entwicklung eines nachhaltigen Geschäftsmodells.

Nähere Informationen zum Projekt finden sich in der Pressemeldung „Cornell University Library and Cornell University Press Launch German Studies Series“.

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