{"id":6647,"date":"2019-06-10T07:00:36","date_gmt":"2019-06-10T05:00:36","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.sub.uni-hamburg.de\/bergedorf\/?p=6647"},"modified":"2019-06-08T22:54:20","modified_gmt":"2019-06-08T20:54:20","slug":"nr-23-19-die-elbvertiefung-und-die-folgen-damals-und-heute","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.sub.uni-hamburg.de\/bergedorf\/?p=6647","title":{"rendered":"Die Elbvertiefung und die Folgen \u2013 damals und heute"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_6649\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/blogs.sub.uni-hamburg.de\/bergedorf\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/BZ1940106.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6649\" class=\"wp-image-6649\" src=\"https:\/\/blogs.sub.uni-hamburg.de\/bergedorf\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/BZ1940106-189x300.jpg\" alt=\"\" width=\"260\" height=\"413\" srcset=\"https:\/\/blogs.sub.uni-hamburg.de\/bergedorf\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/BZ1940106-189x300.jpg 189w, https:\/\/blogs.sub.uni-hamburg.de\/bergedorf\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/BZ1940106.jpg 538w\" sizes=\"auto, (max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6649\" class=\"wp-caption-text\">Bergedorfer Zeitung, 4. Juni 1919<\/p><\/div>\n<p>1919 war und 2019 ist der Tideeinfluss auf die Dove- und die Gose-Elbe ein Thema, und auch die Elbvertiefung spielte damals und spielt heute eine wichtige Rolle.<\/p>\n<p>Gose-Elbe und Dove-Elbe sollten 1919 \u201ereguliert\u201c werden: durch Wasserbauma\u00dfnahmen wollte der Senat die Schiffbarkeit dieser beiden Seitenarme der Elbe verbessern. Damit war der Verfasser des Leserbriefs, der sich als \u201eHalligbewohner im Gebiet der Dove und Gose-Elbe\u201c bezeichnete, durchaus einverstanden, denn auch Schleusen sollten gebaut werden, die einen konstanten Wasserstand erm\u00f6glichten und somit das halligtypische \u201eLandunter\u201c verhinderten. Die Landwirtschaft konnte sich freuen.<\/p>\n<p>Die geplante Kostenbeteiligung an den Ma\u00dfnahmen lehnte der Halligbewohner allerdings ab: f\u00fcr ihn war die Regulierung nur eine \u00fcberf\u00e4llige Entsch\u00e4digung f\u00fcr Nachteile, die durch Hamburgs Politik der Elbe hervorgerufen wurden, wie er meinte \u2013 die Vertiefung der Unterelbe, die Verlegung der Dove-Elbe-M\u00fcndung (\u201eKaltehofe-Durchstich\u201c) und der Ausbau des K\u00f6hlbrands in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg w\u00e4ren urs\u00e4chlich daf\u00fcr, dass die Flut in Dove- und Gose-Elbe jetzt mehr als einen Meter h\u00f6her aufliefe als zuvor: \u201eWer sch\u00e4digt, mu\u00df entsch\u00e4digen, ist doch ein altes Gebot.\u201c<\/p>\n<p>Die Entsch\u00e4digungsfrage sei hier ausgeblendet \u2013 die Regulierung erfolgte in den 1920er Jahren vor allem durch den Bau der Reitschleuse (Gose-Elbe) und der Dove-Elbe-Schleuse, die die Oberl\u00e4ufe beider Fl\u00fcsse dem Tideeinfluss entzogen. Die Unterl\u00e4ufe wurden erst 1952 in Tatenberg durch Abd\u00e4mmung und Schleuse tideunabh\u00e4ngig.<\/p>\n<p>2019 wird debattiert, ob Dove- und Gose-Elbe wieder der Tide ausgesetzt werden sollen: mittels einer Machbarkeitsstudie soll gekl\u00e4rt werden, ob die Verschlickung des Hauptstroms der Elbe (nach einer weiteren Fahrrinnenvertiefung) durch die (Wieder-)\u00d6ffnung der Altarme f\u00fcr Ebbe und Flut bei Tatenberg reduziert werden kann, wie das <a href=\"https:\/\/www.abendblatt.de\/hamburg\/kommunales\/article216488517\/Streit-ueber-die-Zukunft-der-Dove-Elbe.html\">Hamburger Abendblatt<\/a> schreibt.<\/p>\n<p>Sollte dies machbar sein und auch gemacht werden, werden \u201eHalliglagen\u201c wie die des Leserbriefschreibers sicher von Vorteil sein.<\/p>\n<p>Exkurs:<\/p>\n<p>Gose- und Dove-Elbe sind Nebenarme der Elbe; sie durchziehen die Vierlande und die Marschlande\u00a0 von S\u00fcdosten her und flie\u00dfen unterhalb (also westlich) Reitbrooks zusammen. Bereits im 14. bzw. 15. Jahrhundert wurden beide durch den Bau von Deichen im Osten der Vierlande vom Oberwasser abgetrennt; nach Hamburg hin blieben sie offen und schiffbar \u2013 seit allerdings der Tideeinfluss im 16.\/17. Jahrhundert das Gebiet erreichte, fielen diese Arme zeitweise trocken (siehe hierzu den Aufsatz von <a href=\"https:\/\/kataloge.uni-hamburg.de\/DB=1\/XMLPRS=N\/PPN?PPN=550837493\">Carsten Weide<\/a>, S. 22-47, hier S. 31f.).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1919 war und 2019 ist der Tideeinfluss auf die Dove- und die Gose-Elbe ein Thema, und auch die Elbvertiefung spielte damals und spielt heute eine wichtige Rolle. 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