{"id":79,"date":"2010-07-20T07:43:37","date_gmt":"2010-07-20T07:43:37","guid":{"rendered":"http:\/\/projektakte.sub.uni-hamburg.de\/?p=79"},"modified":"2010-07-21T08:09:58","modified_gmt":"2010-07-21T08:09:58","slug":"der-zielgruppe-ein-gesicht-geben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.sub.uni-hamburg.de\/akte\/user-studies\/der-zielgruppe-ein-gesicht-geben\/","title":{"rendered":"Der Zielgruppe ein Gesicht geben"},"content":{"rendered":"<p>Im Rahmen von <a href=\"https:\/\/projektakte.sub.uni-hamburg.de\/Kategorie\/user-studies\/\">User-Studies<\/a> habe ich 11 Interviewpartner aus den Kommunal- und Verwaltungswissenschaften ausgiebig zu ihren Recherchegewohnheiten befragt. Mich hat interessiert, wonach sie f\u00fcr gew\u00f6hnlich suchen (welche Medientypen, welche Themen), welche Werkzeuge sie dabei nutzen vor allem, was sie aufh\u00e4lt, st\u00f6rt oder sogar \u00e4rgert.<\/p>\n<p>Aus etlichen Stunden interessanter Gespr\u00e4che habe ich &#8211; inspiriert vom <strong>scenario based design<\/strong> (<a href=\"#1\">1<\/a>) und dem Konzept der <strong>personas <\/strong>(<a href=\"#2\">2<\/a>) &#8211; vier NutzerInnen entworfen:\u00a0 Marla, eine in Forschung und Lehre t\u00e4tige Professorin, ihre studentische Hiflskraft  Tom,\u00a0  den Doktoranden Richard  und Elke, eine Projektleiterin in einer Beh\u00f6rde. Sie sind gewisserma\u00dfen Zuspitzungen der in den Interviews gemachten  Aussagen.\u00a0 Sie sollen   verdeutlichen, dass aus unterschiedlichen W\u00fcnschen  und F\u00e4higkeiten sowie   pers\u00f6nlichen Barrieren und Neigungen spezifische  Nutzungsweisen eines   neuen Portals entstehen, die nur graduell von  gewohnten Suchstrategien   abweichen.<\/p>\n<p>Das folgende Schema f\u00fcr die Szenarien soll das Konzept verdeutlichen. Von oben nach unten gelesen spiegelt sich der Ablauf des Projekts von den ersten Nutzerstudien bis zu den Prototypen wieder:<\/p>\n<table style=\"\" border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"3\" >\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<div><strong>Person<br \/>\n<\/strong><\/div>\n<div>Eine konstruierte, aber in den Interviews     begr\u00fcndete Person. Konkreter als ein Idealtypus, aber dennoch stellvertretend f\u00fcr eine Teilmenge der Nutzer.<\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<div><strong>Ziele \/ W\u00fcnsche<\/strong><\/div>\n<div>Was soll bei Recherchen gefunden werden?<\/div>\n<div>Was sind W\u00fcnsche an eine Arbeitsumgebung?<\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<div><strong>Barrieren \/ Bef\u00fcrchtungen<\/strong><\/div>\n<div>Was schreckt ab, was sind (gef\u00fchlte) Barrieren, die eine Nutzung von Diensten verhindern?<\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<div><strong>F\u00e4higkeiten \/ Techniken<\/strong><\/div>\n<div>Welche (Recherche \/   IT)-Techniken werden beherrscht?<\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<div><strong>Ausgangs-Szenario<\/strong><\/div>\n<div>Wie l\u00e4uft eine Recherche konkret ab? Welche Hilfsmittel werden verwendet?<\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<div><strong>L\u00f6sungs-Szenario<\/strong><\/div>\n<div>Wie k\u00f6nnte die Recherche auf der Grundlage des Vorangegangen aussehen?<\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Der letzte Punkt, das L\u00f6sungs-Szenario stellt eine Projektion des neuen   Portals dar. Im Laufe der Projektphasen wird dieser Punkt immer weiter   konkretisiert und \u00fcberarbeitet und mit screenshots und Klick-Dummies angereichert bis daraus ein Prototyp entsteht.<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Am Schluss noch eine Bemerkung zu Generalisierbarkeit der Aussagen:<br \/>\nDie Szenarien basieren auf qualitativen Interviews und haben eine eher   heuristische Qualit\u00e4t: Sie zeigen auf, in welche Richtung man Fragen   stellen kann. Sie machen keine belastbaren Aussagen \u00fcber eine Mehrheit   der Nutzer. Dennoch denke ich, zeigen sie Punkte auf, die Probleme von   Fachportalen recht gut treffen. Siehe auch zum Vergleich: &#8222;<strong><a href=\"https:\/\/www.rin.ac.uk\/system\/files\/attachments\/web_2.0_screen.pdf\">If you build it -will they come<\/a>?<\/strong>&#8220; , eine aktuelle   Studie des <strong>research information networks<\/strong>, die bereits im vorangegangenen Beitrag <a href=\"https:\/\/projektakte.sub.uni-hamburg.de\/user-studies\/werden-sie-es-nutzen\/\">vorgestellt <\/a>worden ist.<\/p>\n<ol>\n<li><a id=\"1\" href=\"https:\/\/beluga.sub.uni-hamburg.de\/record\/3997818\">Rosson, M. B., &amp; Carroll, J. M. (2002). Usability engineering: scenario-based development of human-computer interaction. The Morgan Kaufmann series in interactive technologies. San Francisco, Calif. [u.a.]: Kaufmann.<\/a><\/li>\n<li><a id=\"2\" href=\"https:\/\/beluga.sub.uni-hamburg.de\/record\/4747434\">Pruitt, J. S., &amp; Adlin, T. (2006). persona lifecycle: keeping people in mind throughout product design. The Morgan Kaufmann series in interactive technologies. Amsterdam [u.a.]: Morgan Kaufmann\/Elsevier<\/a>.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen von User-Studies habe ich 11 Interviewpartner aus den Kommunal- und Verwaltungswissenschaften ausgiebig zu ihren Recherchegewohnheiten befragt. Mich hat interessiert, wonach sie f\u00fcr gew\u00f6hnlich suchen (welche Medientypen, welche Themen), welche Werkzeuge sie dabei nutzen vor allem, was sie aufh\u00e4lt, st\u00f6rt oder sogar \u00e4rgert. 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