ViFaPol: Neuerwerbungsfeed über Library Thing

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Lange Zeit hatten wir den Wunsch, die Neuerwerbungsliste für die Politikwissenschaft und Friedensforschung, die wir bislang nur über eine Katalogabfrage auf der Website der SUB Hamburg angeboten haben, auch als RSS-Feed bereitzustellen. Technisch ist das im Grunde kein gravierendes Problem, allein es fehlten die zeitlichen Ressourcen, dieses Vorhaben umzusetzen. Die Herausforderung bestand lediglich darin, eine Lösung zu finden, die ein Projektkoordinator mit rudimentären HTML/CSS-Kenntnissen umzusetzen in der Lage ist.

Web2.0, Bibliothek2.0 sind durchaus Themen, mit denen wir uns in der SUB Hamburg seit einiger Zeit intensiv beschäftigen. Erwähnt seien hier u.a. das Beluga-Projekt oder das inzwischen viel beachtete ciberaBlog. Dennoch hat es ungewöhnlich lange gedauert, bis wir auf die Idee kamen, den Neuerwerbungsfeed über LibraryThing (LT) zu erzeugen – eine Notlösung zunächst, aber – wie sich inzwischen herausstellt- im Ergebnis nicht die schlechteste.

Der Workflow zwischen der analogen Bibliothek und LibraryThing ist denkbar einfach.

Schritt 1: Über ein Script werden in der WinIBW die Neuerwerbungen des vergangenen Monats identifiziert. Das Script erzeugt eine txt-Datei, in die ausschließlich die ISBN geschrieben werden.
Schritt 2: Nachdem die txt-Datei erzeugt wurde, lassen sich die ISBN ganz einfach per Copy&Paste in die LibraryThing-Bibliothek importieren. Den Rest erledigt LT. Die dazugehörigen bibliographischen Metadaten holt sich LT über den GBV, die LOC oder Amazon.

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ViFaPolBlog mit Neuerwerbungsliste

LibraryThing selbst bietet nun verschiedene Services an. Mit wenigen Mausklicks kann man nun den RSS-Feed mit den Neuerwerbungen in die eigene ViFa einbinden. Zum andern kann man über das Blog-Widget das eigene Weblog aufwerten. Über das Widget wird dynamisch eine kleine Auswahl der neusten Einträge samt Titelbild in das Blog eingebunden. Erforderlich sind hierfür lediglich ein paar CSS-Kenntnisse, aber auch nur dann, wenn man auf das Aussehen der Liste Einfluss nehmen möchte.

Nun, wir sind gewiss nicht die erste Bibliothek, die LibraryThing für ihre Zwecke „missbraucht“.Einen wunderbaren Nebeneffekt, der in dieser Form zunächst gar nicht beabsichtigt war, bringt die Vernetzungskultur der Web2.0-Dienste mit sich. Nach dem Import wurden wir auf fachlich ausgesprochen interessante Bibliotheken bzw. wissenschaftliche Einrichtungen aufmerksam, die ein benachbartes Erwerbungsprofil haben wie wir. Dazu gehören u.a. die „Peace Palace Library“ (Den Haag), die “Social Sciences Library” der Penn State University oder “The Library of the Middle East Institute” (Washington), das neben den Neuerwerbungen auch zahlreiche Rezensionen veröffentlicht. Über die Schnittmengen der Sammlungen werden die Rezensionen dieser sehr renommierten Einrichtung auch bei „unseren“ Monographien sichtbar.

Ferner haben die Nutzer mit einem weiteren Mausklick die Möglichkeit, via GoogleBooks auf die Inhaltsverzeichnisse und/oder einzelne Textpassagen zuzugreifen – ein Mehrwert, den unser OPAC in dem Umfang (noch) nicht bietet.

ViFaPol in LibraryThing

Nicht zu vergessen ist auch der Marketingeffekt, den wir uns durch eine Präsenz in LibraryThing versprechen. Über diesen Weg hoffen wir, weitere Nutzer auf die Virtuelle Fachbibliothek Politikwissenschaft (ViFaPol) aufmerksam zu machen.

Bei aller Begeisterung über die Möglichkeiten, die LibraryThing uns, den traditionellen Bibliotheken, bietet, sollen die kleinen Nachteile nicht verschwiegen werden. Nutzer, die den Feed abonniert haben, gelangen über den Feed leider nicht direkt in den OPAC der Stabi. Wir hoffen jedoch, dass die Nutzer dennoch den Weg „zu uns“ finden, so wie wir auch den Weg zu den o.g. Einrichtungen gefunden haben…

Ihr Ansprechpartner für Rückfragen in der SUB Hamburg ist: Tobias Buck, ViFaPol.de

Marketing und Öffentlichkeitsarbeit für Fachportale – ein Resümee

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Am 17. und 18. Februar fand in der TIB Hannover der vascoda-Workshop zum Thema Marketing und Öffentlichkeitsarbeit für Fachportale statt. Gut 30 Interessierte konnten an den beiden Tagen begrüßt werden – trotz einer parallelen Veranstaltung der DFG und DINI zum Thema Virtuelle Forschungsumgebungen in Berlin-Adlershof.

Den Auftakt zum Workshop bildete ein Gastvortrag von Dr. Carsten Kolbe-Weber von der Immanuel Diakonie-Group mit dem Titel „Mediengesellschaften und Gesundheitskommunikation: Kommunikation / Marketing“. Herr Dr. Kolbe-Weber ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Pressesprecher und stellte in seinem Vortrag anhand verschiedener Fallbeispiele unterschiedliche Strategien des Online-Marketings und Methoden einer Medienresonanzanalyse vor. Der Versuch, daraus Ideen und Empfehlungen für vascoda und die Fachportale abzuleiten, wurde von den Teilnehmenden dann aber durchaus kritisch diskutiert.

Ziele des ciberaBlogs

Die folgenden Beiträge griffen die Komplexität und Problematik der Öffentlichkeitsarbeit der Fachportale konkret auf. Zunächst stellte Dr. Tamara Pianos von der ZBW Kiel die Kapitel Marktforschung und Marketing aus dem Handbuch für Fachportale der Firma Heinold, Spiller & Partner vor. Auszüge des Handbuchs sind auch in das Fachportal-Wiki eingeflossen. Den großen folgenden Block bildeten Erfahrungsberichte mit verschiedenen Marketing-Strategien einzelner Fachportale. Das Spektrum reichte von der Darstellung von Gesamtkonzepten der vifanord durch Johanna Schentschischin (UB Greifswald) und der ViFa medien buehne film durch Stefan Rauhut (UB Leipzig) über Search Engine Marketing (Ivo Ulrich, SBB-PK, für das Slavistik-Portal), das ciberaBlog (Markus Trapp, SUB Hamburg, für cibera) bis zur Vorstellung der 2008 veranstalteten Roadshow der Vifa Recht durch Angela Pohl (ebenfalls SBB-PK).

marketing-ws_3Intensiv diskutiert und ausgetauscht wurde sich auch nach dem Ende des ersten Workshop-Tages beim gemeinsamen Abendessen. Die gewonnenen Eindrücke und Ideen, aber auch eigene Erfahrungen oder Fragen bildeten am zweiten Tag die Grundlage für den gut 90minütigen „kreativen Teil“ des Workshops in kleineren Gruppen. Diese widmeten sich der Frage, wie man Web 2.0-Technologien (hier insbesondere Blogs) für innovatives Marketing für Fachportale nutzen kann und zeigten noch mal diekonkreten Methoden für das Suchmaschinen-Marketing auf, erarbeiteten aber auch die sich allen drittmittelgeförderten Fachportalen immer wieder stellende Frage, wie Nachhaltigkeit (nicht nur im Bereich des Marketings) gewährleistet werden kann. Die Ergebnisse wurden anschließend im Plenum vorgestellt und dort weiter diskutiert.

Den letzten Vortrag des Workshops mit dem Titel „Strategisches Marketing für das Fachportal EconBiz“ hielt Dr. Doreen Siegfried von der ZBW Kiel. Sie stellte das Marketing-Konzept der nächsten 5 Jahre von EconBiz, der Virtuellen Fachbibliothek für Wirtschaftswissenschaften vor, welche gemeinsam mit der USB Köln angeboten wird. Das Fachportal EconBiz wird schon längere Zeit nicht mehr aktiv durch die DFG gefördert, soll aber im kommenden Jahr umfassend überarbeitet werden.

Fragen und Diskussionen bildeten den Abschluss des Workshops, der von den Beteiligten als sehr anregend und bereichernd empfunden wurde. Einhellig lautete die Meinung, diese Workshops seien besonders wegen des Austauschs untereinander wichtig und sollten (auch mit anderen Schwerpunkten und Themen) fortgesetzt werden.

Der Workshop wurde gemeinsam von der ZBW und der vascoda-Geschäftsstelle organisiert. Die Präsentationen und weitere Materialien werden in Kürze auf der Workshop-Homepage zur Verfügung gestellt.

Das QWidget in EconBiz: Persönliche Hilfe bei 0 Treffern

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In die Metasuche von EconBiz wurde ein Auskunftswidget (Was ist ein Widget?) eingebunden, das die Nutzerinnen und Nutzer immer dann aufruft, sich mit Fragen an die Online-Auskunft EconDesk zu wenden, wenn sie bei einer Suche 0 Treffer erzielt haben (z.B. bei einer Suche nach „Prozesskostenanalyse Großhandel“).

qwidgetDas Widget wird seit Kurzem in QuestionPoint, der für EconDesk-Anfragen verwendeten Chat- und E-Mail-Software, zur Verfügung gestellt und heißt QWidget. Der Code für das Widget kann (nach Login in den Account der betreffenden QuestionPoint-Bibliothek) aus dem System heraus kopiert und in jede beliebige Webseite eingebunden werden. Er kann an externe Websitebetreiber zur Einbindung weitergegeben werden oder sogar öffentlich zur Verfügung gestellt werden.

Wenn der EconDesk-Chat besetzt ist, d.h. wenn eine EconDesk-Mitarbeiterin / ein EconDesk-Mitarbeiter in den QuestionPoint-Chat eingeloggt ist (Mo – Fr 10.00 – 17.00 Uhr), ist über das Widget ein Live-Chat mit EconDesk möglich. Außerhalb der Chat-Öffnungszeiten kann eine E-Mail über das Widget verschickt werden.

Prinzipiell kann das QWidget überall dort eingebunden werden, wo Nutzerinnen und Nutzer auf Schwierigkeiten treffen oder Fragen haben könnten. Für die Anfrage muss die Nutzerin / der Nutzer die Seite, auf der das Problem aufgetreten ist, nicht verlassen und die Hilfe im Chat kann schnell und anders als in einer FAQ-Liste oder einem Hilfetext persönlich und auf die individuelle Fragestellung hin erfolgen.

Kontakt:

Nicole Krüger
ZBW – Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften
Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft
Düsternbrooker Weg 120
24105 Kiel

Tel.: +49 431 8814-310
E-Mail: n.krueger@zbw.eu

Onlinegang ViFa medien buehne film

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medien_buehne_film

www.medien-buehne-film.de

Seit Ende 2008 ist die ViFa medien buehne film online. Mit der Freischaltung des Portals verfügen nun auch die drei Disziplinen Kommunikations- und Medienwissenschaft, Theater- und Filmwissenschaft über eine Virtuelle Fachbibliothek.

Die ViFa ist unter folgender URL erreichbar: www.medien-buehne-film.de

Das neue Angebot ist ein Kooperationsprojekt verschiedener Einrichtungen. Erarbeitet wurde die ViFa durch Projektmitarbeiter an den beiden Sondersammelgebietsbibliotheken Universitätsbibliothek Leipzig (SSG 3.5) und Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg Frankfurt am Main (SSG 9.3) sowie durch die Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam und die Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. Finanziert wird medien buehne film durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die Projektleitung obliegt dem Direktor der Universitätsbibliothek Leipzig, Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider. Zum aktuellen Zeitpunkt läuft die erste Projektförderphase, welche im September 2007 begann.

Die ViFa medien buehne film beinhaltet insgesamt vier Teilportale und bietet somit fachspezifische und interdisziplinäre Recherchemöglichkeiten:

  1. Gesamtbestand – Teilportal medien buehne film
  2. Kommunikations- und Medienwissenschaft / Publizistik – Teilportal medien
  3. Theaterwissenschaft – Teilportal buehne
  4. Filmwissenschaft – Teilportal film

Mit dem nun frei verfügbaren Angebot realisiert die Projektgruppe zunächst einen Grundbestand, der zum aktuellen Zeitpunkt folgende Module und Inhalte umfasst:

a. Bibliothekskataloge

  • Fachkatalog Kommunikations- und Medienwissenschaft/Publizistik der UB Leipzig
  • Fachkatalog Funk und Fernsehen der UB Frankfurt am Main
  • Fachkatalog Publizistik, Journalismus, Pressewesen der SuUB Bremen
  • Fachkatalog Theater- und Filmwissenschaft der UB Frankfurt am Main
  • Verbundkatalog Film des KOBV

b. Internetquellenführer

  • Internetquellenführer Kommunikations- und Medienwissenschaft / Publizistik
  • Internetquellenführer Theaterwissenschaft
  • Internetquellenführer Filmwissenschaft
  • interdisziplinärer Internetquellenführer aller drei angeschlossenen Disziplinen

c. E-Journals

  • Fachausschnitt KMW / Publizistik der Elektronischen Zeitschriftendatenbank (EZB)
  • Fachausschnitt Theaterwissenschaft der EZB
  • Fachausschnitt Filmwissenschaft der EZB
  • interdisziplinärer Fachausschnitt der EZB

d. Datenbanken

  • Fachausschnitt KMW / Publizistik des Datenbankinformationssystems (DBIS)
  • Fachausschnitt Theaterwissenschaft aus DBIS
  • Fachausschnitt Filmwissenschaft aus DBIS
  • interdisziplinärer Fachausschnitt aus DBIS

e. Metasuche

  • parallele Recherche in Bibliothekskatalogen und Internetquellen der KMW/Publizistik
  • parallele Recherche in Bibliothekskatalogen und Internetquellen der Theaterwissenschaft
  • parallele Recherche in Bibliothekskatalogen und Internetquellen der Filmwissenschaft
  • parallele Recherche in Bibliothekskatalogen und Internetquellen aller drei Disziplinen

Dieser Grundbestand erfährt in 2009 einen kontinuierlichen Ausbau und wird zum Ende der ersten Förderphase folgende weitere Datenbestände beinhalten:

a. Weitere Bibliothekskataloge

  • Katalog der Bibliothek des Hans-Bredow-Instituts Hamburg
  • Fachübergreifender Zettelkatalog der UB Frankfurt am Main
  • Katalog der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung Bonn

b. Aufsatzdatenbanken

  • Zeitschrifteninhaltsdienst OLC Kommunikations- und Medienwissenschaft/Publizistik
  • Zeitschrifteninhaltsdienst OLC Theater- und Filmkunst

Ergänzend zu diesen Maßnahmen sollen durch eine zweite Förderphase zusätzliche Datenbestände, Module und Serviceangebote in die ViFa medien buehne film eingebunden werden. Ein Folgeantrag an die DFG befindet sich im Augenblick in Bearbeitung.

Für Rückfragen, Kritik und weitere Anmerkungen stehen Ihnen folgende Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung:

Allgemeine und fachliche Anfragen zur KMW/Publizistik:

Stefan Rauhut / Universitätsbibliothek Leipzig
E-Mail: rauhut@ub.uni-leipzig.de
Tel.: 0341/9730-605

Fachliche Anfragen zur Theaterwissenschaft:

Dr. Simon Rettelbach / Universitätsbibliothek Frankfurt am Main
E-Mail: s.rettelbach@ub.uni-frankfurt.de
Tel.: 069/798-39244

Fachliche Anfragen zur Filmwissenschaft:

Jan Springborn / Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam
E-Mail: j.springborn@hff-potsdam.de
Tel.: 0331/6202-440

Dr. Simon Rettelbach / Universitätsbibliothek Frankfurt am Main
E-Mail: s.rettelbach@ub.uni-frankfurt.de
Tel.: 069/798-39244