Hamburgs Geschichte im World Wide Web – Im „Tiedenkieker. Hamburgische Geschichtsblätter“ des Vereins für Hamburgische Geschichte sind 2017 acht Beiträge zur Erforschung und Vermittlung der Geschichte unserer Stadt im digitalen Zeitalter erschienen

Im Verein für Hamburgische Geschichte erscheint einmal jährlich der „Tiedenkieker. Hamburgische Geschichtsblätter“. Er ist sozusagen der kleine Bruder der vom VHG herausgegebenen wissenschaftlichen „Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte“ (ZHG) und enthält neben Nachrichten aus dem Verein kleinere Beiträge zu Personen, Institutionen oder Ereignissen hamburgischer Geschichte sowie Auszüge aus Selbstzeugnissen von Hamburger Bürgerinnen und Bürger aus allen Zeiten.

Die Ausgabe 2017 hat erstmals  ein Thema, auf das sich alle inhaltlichen Beiträge beziehen: „Hamburgs Geschichte im World Wide Web“.

In acht Texten führen die Autorinnen und Autoren in Projekte ein, die sich für alle frei im Internet zugänglich der Verbreitung oder Erschließung der hamburgischen Geschichte verschrieben haben:

Den Anfang macht Ulrich Hagenah mit einem Beitrag über HamburgWissen Digital.  Das landesgeschichtliche Portal, auf dessen Seiten wir uns gerade befinden, ist eine Art Klammer, da hier Informationen zu Webauftritten, Quellen, Literatur und Objekten mit Bezug zur hamburgischen Geschichte und Gegenwart gebündelt recherchiert werden können.
Ulrich Hagenah nennt einige Beispiele, die sich in detaillierteren Beschreibungen auch in Einzelbeiträgen des „Tiedenkieker“ wiederfinden, so die von Paul Flamme vorgestellten Recherchemöglichkeiten in den Online-Findmitteln des Staatsarchivs oder die Kurzdarstellung von Claudia Thorn zu biografischen Datenbanken als Fundus der Personen-und Stadtgeschichte.

Des Weiteren können Sie die Entstehung und die Nutzungsmöglichkeiten einzelner Projekte mit thematischen Schwerpunkten kennenlernen:

Martina Fritz stellt die App der Historischen Museen Hamburg „Mit 100 Sachen durch Hamburg“ vor, die Exponate der Museen über eine Karte mit dem Stadtraum verknüpft, so dass deren Geschichte und Bedeutung direkt vor Ort gefunden und erlesen werden kann.

Gerd Hoffmann berichtet – beispielhaft für stadtteilspezifische Projekte – von der Entstehung der „Bergedorf-Chronik“ im Zuge des Jubiläums 850 Jahre Bergedorf 2012.

Carmen Smiatacz erläutert das für Schülerinnen und Schüler entwickelte Projekt zur jüdischen Geschichte in Hamburg „Geschichtomat“, auf dessen Website die in schulischen Projektwochen erarbeiteten Informationen zur jüdischen Geschichte als Texte, Fotos oder Videos auf einer Stadtkarte verortet und somit auffindbar gemacht werden.

Das von Silke Urbanski initiierte Projekt „Das Hamburg-Geschichtsbuch“ ist nagelneu und im Sommer 2017 freigeschaltet worden. Es bereitet für alle historisch Interessierten, besonders auch für Lehrende sowie Schülerinnen und Schüler, die Geschichte Hamburgs aller Epochen auf und verknüpft sie mit erläuternden Texten und (Bild-)Quellen.

Schließlich führt Paul Flamme in die Nutzbarkeit des Transparenzportals für die (historische) Forschung ein.

Es ist nicht das Ziel des Themenheftes, ein vollständiges Bild aller im Netz verfügbaren Datenbanken und Projekte zur hamburgischen Geschichte zu präsentieren. Die hier vorgesellten Projekte können lediglich einen Ausschnitt zeigen. Schon in den Beiträgen selbst finden sich weitere Beispiele für Online-Ressourcen zur hamburgischen Geschichte, und eine den Beitragsteil abschließende Liste präsentiert weitere Links zu entsprechenden Websites. Vielmehr sollen die hier versammelten Beiträge die Möglichkeiten der Informationsbeschaffung wie auch verschiedene Darstellungsformen und Herangehensweisen beispielhaft aufzeigen und Lust machen, die ein oder andere Seite zu besuchen, selbst zu nutzen und – beispielsweise über HamburgWissen Digital – weitere Seiten zu entdecken.

Links zu den in den Beiträgen beschriebenen Online-Auftritten finden Sie hier:
http://vfhg.de/publikationen/tiedenkieker.html

Mit Ausnahme der jeweils letzten drei Jahrgänge wird der „Tiedenkieker“ ebenso wie die „Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte“ von der Staats- und Universitätsbibliothek digitalisiert und auf der Seite der StaBi für die Recherche bereit gestellt: http://digitalisate.sub.uni-hamburg.de/nc/detail.html?tx_dlf%5Bid%5D=31711&tx_dlf%5Bpage%5D=1&cHash=a40f0c1d6d96881187532a9a4415a2ba

Möchten Sie mehr über den Verein für Hamburgische Geschichte erfahren und/oder haben Interesse an einem PDF des aktuellen „Tiedenkieker. Hamburgische Geschichtsblätter“ 2017, wenden Sie sich gerne an tiedenkieker@vfhg.de (Claudia Thorn)

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