Ferdinand Beneke, Tagebücher II (1802-1810)

“ Erlebte der Leser dieser außergewöhnlichen Tagebuchedition den gebürtigen Bremer Ferdinand Beneke in der ersten Abteilung der Jahre 1792 bis 1801 als begeisterten Anhänger der Französischen Revolution, den selbst die emsigen Guillotinen nicht abschrecken können und der sich nach dem Studium als Jurist in die aufklärerischen Netzwerke Hamburgs einfügt – zentral insbesondere 1797 die Mitgliedschaft in der Patriotischen Gesellschaft und die aktive Teilnahme an deren Projekt einer Allgemeinen Armenanstalt als Armenpfleger –, so zeigte die dritte Abteilung der Jahre 1811 bis 1816 ihn als verheirateten Hamburger Bürger mit Kindern, der seinen festen Platz in der Hansestadt gefunden hat und dabei intensive Kontakte zur bürgerlichen Elite Bremens pflegt. Die nun erschienene zweite Abteilung lässt an den entscheidenden Zwischenschritten vom jugendlichen Despotenhasser zum Napoleon verabscheuenden Kämpfer für die Befreiung seiner Heimatstadt von französischer Besatzung teilhaben.“

Die ausführliche und facettenreiche Rezension von Holger Böning finden Sie hier.

Quelle: Holger Böning: Rezension zu: Beneke, Ferdinand: Die Tagebücher II (1802–1810). Göttingen2016. ISBN 978-3-8353-0912-8, in: H-Soz-Kult, 31.10.2019, <www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-29062>.

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Vorlesungsreihe „Hamburger Pädagoginnen im 20. Jahrhundert“ 13.11.2019 – 22.01.2020

Viele Hörsäle der Universität Hamburg wurden in einem Akt lebendiger Erinnerung nach Antifaschistinnen und Antifaschisten benannt, die an dieser Institution gewirkt haben. Anna Siemsen (1882-1951) ist die Namensgeberin des Hörsaals der Erziehungswissenschaft, die Bibliothek ist nach Martha Muchow (1892-1933) benannt. Es gab jedoch Anfang des 20. Jahrhunderts noch mehr Pädagoginnen, die in Hamburg aktiv waren, wie Erna Stahl (1900-1980), Frieda Stoppenbrink-Buchholz (1897-1993), Olga Essig (1884-1965) und Gertrud Bäumer (1873-1954).

Die Veranstaltungsreihe geht der Frage nach, aus welchen Motiven, Maßnahmen und Zielen diese Pädagoginnen sozial- und/oder schulpädagogisch sowie politisch in einer Zeit wirkten, die mit dem Ersten Weltkrieg, der Novemberrevolution und erster deutscher Republik, dem Aufstieg des Faschismus und Ausbruch des Zweiten Weltkriegs sowie der Redemokratisierung nach 1945 von zugespitzter gesellschaftlicher Polarisierung und einem Wandel der Geschlechterverhältnisse geprägt war.

Mehr Infos und Programm finden Sie hier

Quelle: Hamburger Pädagoginnen im 20. Jahrhundert, 13.11.2019 – 22.01.2020 Hamburg, in: H-Soz-Kult, 01.11.2019, <www.hsozkult.de/event/id/termine-41639>

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Regionalgeschichtlicher Workshop – Der Hannoversche Bahnhof: Ein Ort der Verfolgung und Deportationen von 1940 bis 1945

Im Lohsepark in der Hamburger HafenCity gelegen entsteht bis 2022 das Dokumentationszentrum „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“. Kern des geplanten Informations- und Lernorts wird eine Dauerausstellung sein, die das Schicksal von mehr als 8.000 deportierten Jüdinnen und Juden sowie Sintize und Sinti und Romnja und Roma aus Hamburg und Norddeutschland in die Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung einbettet. Zudem wird das Schicksal jener vorgestellt, die in das „Bewährungsbataillon 999“ der Wehrmacht gezwungen wurden. Ebenso wie die Wege der Verfolgten sollen die Handlungsspielräume in der umgebenden Mehrheitsgesellschaft gezeigt werden. In vielfältiger Weise soll zudem die Geschichte und Nachgeschichte der Verfolgung und Deportationen mit Gegenwarts- und Zukunftsperspektiven verknüpft werden.

Für die Erarbeitung der Ausstellungsinhalte und die Darstellung der (Regional-)Geschichte stützt sich das Ausstellungsteam auch auf die vielfältigen Forschungen der letzten Jahre. Der in Kooperation mit der HafenCity Universität (HCU) Hamburg ausgerichtete eintägige Workshop soll die wissenschaftliche Arbeit ausgewiesener Expertinnen und Experten aus Hamburg und Norddeutschland und der Kuratorinnen und Kuratoren zusammenführen und damit die Grundlage bieten, sie in einen größeren Kontext zu stellen. Die Beiträge der Veranstaltung beleuchten Aspekte der historischen Ereignisse und ihrer Vor- und Nachgeschichte. Es wird Gelegenheit zum Austausch und Gespräch geben.

Der Workshop richtet sich an alle an der Thematik Interessierte aus Norddeutschland und darüber hinaus, insbesondere an jene, die die Entwicklung des Projekts „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ aktuell oder in der Vergangenheit mit begleitet haben. Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Der Teilnahmebeitrag für Verpflegung und Tagungsunterlagen beläuft sich auf 20€/erm. 15€. Bitte dazu das beigefügte Anmeldeformular bis zum 31. Oktober 2019 senden an: studienzentrum@bkm.hamburg.de

Weitere Informationen:
https://hannoverscher-bahnhof.hamburg.de/aktuell/12900076/regionalgeschichtlicher-workshop/

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20. Tagung des Netzwerks ‘Frauen in der Geschichte der Gartenkultur’: Freiräume ! – Frauenräume ? Freiraumentwicklung in der Metropole Hamburg

Bei der diesjährigen Tagung vom 13. und 14. September 2019 wird sich der Blick auf die Freiraumentwicklung der Elbmetropole richten, wobei die weibliche Perspektive berücksichtigt und gern auch diskutiert werden soll. Abgesehen von den Künstlerinnen geht es diesmal weniger um die Gestaltenden als vielmehr um die Nutzenden. Doch zunächst schauen wir zurück – auf zwei ihrer Zeit vorausschauende Anlagen und auf die stadtplanerische Weichenstellung für die spätere Entwicklung Hamburger Grünräume – und widmen uns dann der Gegenwart mit der ‚Erhaltung des überkommenen Bestands‘ und ’neuen Parks‘. Wohin die Entwicklungen in den nächsten Jahrzehnten gehen sollen, wird ein weiterer Vortrag zeigen.
2006 fand schon einmal eine Netzwerktagung in Hamburg statt. Damals hatte Karin von Behr unter dem Thema ‚WasserOrte und Spiegelungen‘ an die Elbe eingeladen.

Das Netzwerk ‚Frauen in der Geschichte der Gartenkultur‘ ist aus einem von Dr. Gerlinde Volland initiierten gleichnamigen Arbeitskreis hervorgegangen. Zweck ist es, das Wirken von Frauen in der Geschichte der Gartenkultur und der Landschaftsgestaltung sichtbarer zu machen und Gartenthemen aus der Geschlechterperspektive zu betrachten. Die jährliche Tagung dient als Forum für den Austausch und zur Pflege fachlicher und persönlicher Kontakte.

Wann und wo? 13.-14.09.2019 im Loki Schmidt Haus, Botanischer Garten Hamburg

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„Tiedenkieker. Hamburgische Geschichtsblätter“ N.F., Nr. 10, 2019

Der Verein für Hamburgische Geschichte veröffentlicht neben seiner wissenschaftlichen „Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte“ (ZHG) kleinere Beiträge zur hamburgischen Geschichte und Nachrichten aus dem Verein im „Tiedenkieker. Hamburgische Geschichtsblätter“.
Soeben ist die Ausgabe 2019 erschienen.
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Akademische Veranstaltung „Moderne als Versprechen“ (19.06.-25.06.2019 )

Ob in Form von Architekturen, urbanen Konzepten, Handlungsanweisung in Wissensinstitutionen oder als Lebensstil – Moderne wird als eine gesellschaftspolitische Konstruktion diskutiert, kritisiert und in Relation zum jeweiligen Zeitgeist verortet.

Wie aber funktioniert die „Maschine Moderne“? Welche Strukturen werden infrage gestellt? Werden Brüche herbeigeführt und Neuordnungen formuliert? Welche Rolle spielen Übergang, Ambivalenz und ein Dazwischen? Überhaupt: Sind die Postulate der Moderne zu verhandeln und zu aktualisieren oder sind sie nicht mehr tragfähig? Weiterlesen

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Das Hamburger Matrikelportal ist online

Pünktlich zum 100. Jahrestag der Eröffnung der Universität Hamburg wurde am 10. Mai das Hamburger Matrikelportal freigeschaltet. Alle Studierenden aus den Jahren 1919 bis 1935 können nun online recherchiert werden. Neben etwa 35.000 Einträgen mit Immatrikulationsdaten stehen auch die digitalisierten Originalbände der Universitätsmatrikel der Forschung und der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung.

Das Projekt „Hamburger Matrikelportal“ wurde in den vergangenen zwei Jahren vom Universitätsarchiv Hamburg konzipiert und in Kooperation mit HiTec e.V. umgesetzt. Das Matrikelportal stellt eine grundlegende Informationsplattform zur Geschichte der Studierenden an der Universität Hamburg dar. Im Rahmen einer von der DFG finanzierten Digitalisierung aller Immatrikulationsanträge aus demselben Zeitraum wird es in den kommenden Monaten eine deutliche Erweiterung des Informationsangebots erhalten.

Das Projektteam freut sich über Anmerkungen und Anregungen. Senden Sie diese gerne an matrikelportal@uni-hamburg.de .

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Veranstaltungen zu Hans Henny Jahnn anlässlich seines 125sten Geburtstags und 60sten Todestags

Gegen Jahresende wird gleich zweimal an das Hamburger Multitalent Hans Henny Jahnn erinnert. Anlass sind sein 125ster Geburtstag und sein 60ster Todestag.

Jahnn, der Orgelbauer, Schriftsteller, Architekt, Landwirt und noch manches andere war, wird am 23. Oktober bei einem Gesprächskonzert im Mahnmal St. Nikolai vorgestellt. An diesem Abend werden besonders seine pazifistischen Züge illustriert. Am 17. Dezember werden dann verschiedenste Facetten auf einem Stadtrundgang  für alle Sinne, einschließlich Bootstour und ein Orgelkonzert, beleuchtet. Er ist für Jahnn-Einsteiger und für fortgeschrittene Jahnn-Fans gleichermaßen geeignet. Weiterlesen

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Tagungsbericht: Zacharias Conrad von Uffenbach in seiner Zeit – Wissen und Gelehrtenkultur um 1700

Die interdisziplinär ausgerichtete Tagung „Zacharias Conrad von Uffenbach in seiner Zeit – Wissen und Gelehrtenkultur um 1700“ stellte vom 30.11-01.12.2018  frühneuzeitliche Sammlungsbestände-, Praktiken und das Selbstverständnis der Sammler in ihren Mittelpunkt.

MARKUS FRIEDRICH (Hamburg) und MONIKA MÜLLER (Hamburg) leiteten mit dem Blick auf zeitgenössische gelehrte Sammlungskonzepte zur eröffnenden Sektion über. Diese griff grundlegende Gegenstände und Fragen der frühneuzeitlichen Gelehrtenkultur auf. In seinem Beitrag zu mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Privatbibliotheken im Alten Reich skizzierte FRANK FÜRBETH (Frankfurt am Main) den buch- und wissensgeschichtlichen Kontext der Uffenbachschen Sammlung. In seiner methodischen Annäherung arbeitete er bewusste Anschaffungsintention und begrenzte Bestandsdauer als markante Charaktereigenschaften privater Gelehrtenbibliotheken heraus. Auch sei innerhalb dieses Aspektes die Frage nach der Zugänglichkeit jener Bibliotheken zu bedenken.

Die Tagung verwies immer wieder auf den Protagonisten Uffenbach, welcher als Individuum um 1700 zwischen alten und neuen Ordnungskontexten changierte. Aus diesem Kontext sei gleichermaßen auf sein Selbstverständnis als Sammler zu verweisen, das dem intensiv praktizierten Ordnen und Sammeln einen übergeordneten Nutzen zuschrieb. Die Pflege europaweiter Gelehrtennetzwerke wurde nicht mehr nur um des Sammelns Willen verfolgt, sondern stand in Zusammenhang mit dem Gedanken der Sicherung von Wissensbeständen. Für den Umgang mit den außergewöhnlich wertvollen Beständen aus dem Kontext seiner ehemaligen Sammlung sind interdisziplinäre Zugänge nötig, deren Anstoß mit der geplanten Publikation der Tagungsbeiträge gegeben werden kann.  Weiterlesen

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Oströhre wiedereröffnet – St. Pauli Elbtunnel erstrahlt nach Sanierung im neuen Glanz

Die Oströhre des St.Pauli Elbtunnel erstrahlt im neuen Glanz. Mit einem symbolischen Knopfdruck haben Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher und Jens Meier, CEO der Hamburg Port Authority, heute Mittag den Verkehrsweg unter der Elbe nach umfangreicher Sanierung wieder für die Öffentlichkeit frei gegeben. Erstmals seit Ende 2009 stehen den Hamburgerinnen und Hamburgern, Touristen und Pendlern damit in den kommenden Wochen beide Röhren des St. Pauli Elbtunnel zur Verfügung.

Der Alte Elbtunnel ist eine herausragende ingenieurtechnische Leistung seiner Zeit. Er steht unter Denkmalschutz und wurde 2011 als ‚historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst Deutschland‘ ausgezeichnet. Mit der umfangreichen und denkmalgerechten Sanierung bleibt der Alte Elbtunnel auch in Zukunft als Wahrzeichen unserer Hanse- und Hafenstadt an der Elbe erhalten“, sagt Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher.

Die Oströhre des St. Pauli Elbtunnel wurde erstmals seit ihrer Eröffnung 1911 grundlegend saniert. Im Zuge der Arbeiten hat die HPA die komplette Tübbing-Konstruktion freigelegt und mehr als 200.000 Niete auf Dichtigkeit überprüft. Zudem wurden in enger Absprache mit dem Denkmalschutz die Wandfliesen, Fahrbahn und die Beleuchtung nach historischem Vorbild erneuert bzw. restauriert. Gleichzeitig wurde die Tunnelröhre mit modernster Technik ausgestattet – von Rauchmeldern über Lautsprecher bis hin zu einem automatischen Zählsystem. Weiterlesen

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