Naturschutz und nachhaltigen Tourismus verbinden: Senat beschließt am 7.1.2020 Entwicklungskonzept für Neuwerk

Das neue Konzept wurde vom Bezirksamt Hamburg-Mitte gemeinsam mit den Neuwerkerinnen und Neuwerkern, der Umweltbehörde, der Kulturbehörde und der Hamburg Port Authority (HPA) erstellt. 

Das „Entwicklungskonzept für Neuwerk“ beinhaltet Perspektiven und Ziele wie Naturschutz und nachhaltiger Tourismus auf der Insel Neuwerk zusammenpassen. Die rund 30 Bewohner Neuwerks leben vom Tourismus und wollen diesen nachhaltiger gestalten. Konkrete Pläne des Konzepts sind die Nutzung von Leerständen und die Beschulung bis einschließlich Klasse 6 (bisher erfolgt die Beschulung bis Klasse 4) auf der Insel. Die erweiterten zwei Jahre sowie Mittel für den Bau eines Spielplatzes sollen die Familienfreundlichkeit der Insel steigern. Außerdem werden Ziele zum Küsten- und Hochwasserschutz formuliert.

Ein weiterer Teil des Konzepts beinhaltet ein Gutachten über die Veränderungen der Fließ- und Sedimentationsverhalten der Priele. Durch einen sich zunehmend vertiefenden Priel kann die Insel aktuell immer schwerer über den Wattweg erreicht werden.

Umweltsenator Jens Kerstan äußerte sich dazu: „Unser gemeinsames Ziel war es, ein gutes Leben und eine gute Entwicklung auf Neuwerk dauerhaft zu sichern und mit dem Naturschutz in Einklang zu bringen. Das jetzige Konzept zeigt, wie das gehen soll. […]“

Quelle: Pressestelle des Hamburger Senats

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„Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen“ nimmt Arbeit am 1.1.2020 auf

Zu Beginn des Jahres ist die KZ-Gedenkstätte Neuengamme in eine selbstständige „Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen“ überführt worden. Dies hatte der Hamburger Senat beschlossen, um die Gedenkstättenarbeit in Hamburg zu stärken. Die Stiftung ist Trägerin der Gedenkstätten KZ Neuengamme, Bullenhuser Damm, Plattenhaus Poppenbüttel und Fuhlsbüttel. Ein weiteres Ziel ist es, die facettenreiche Gedenkarbeit der Stadt besser zu vernetzen und weiter auszubauen. Dazu soll ein neues Hamburger Gedenkstättenkonzept entwickelt werden.

Aktuell gibt es 110 Erinnerungsorte in Hamburg, an denen an die Verfolgung im Nationalsozialismus gedacht wird. Das sind 35 mehr als noch vor zehn Jahren. Mindestens einer wird mit dem neuen Dokumentationszentrums am Hannoverschen Bahnhof hinzukommen, das ab diesem Jahr gebaut wird. 8.000 Juden und Jüdinnen sowie Sinti und Roma wurden in den Jahren 1940 bis 1945 von hier in die Konzentrations- und Vernichtungslager in Ost- und Mitteleuropa verschleppt und mehrheitlich ermordet.

Mit der Verselbständigung wird die Stiftung mit vergleichbaren Gedenkstätten im Bund gleichgestellt, die von Bund und Land gemeinsam gefördert werden. Der Bund hat mit seinem aktuellen Haushalt bereits auf die neue Struktur reagiert und seine Förderung für die Stiftung weiter ausgebaut.

Quelle: Pressestelle des Hamburger Senats

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Tattoo-Legenden. Christian Warlich auf St. Pauli

Tätowierungen wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts in allen Gesellschaftsschichten immer beliebter. Besonders Tätowierer in Metropolen und Hafenstädten, wie London und New York, konnten eine immer stärker wachsende Kundschaft verzeichnen. Ein sehr bekannter Tätowierer dieser Zeit war Christian Warlich, der im Hamburger St. Pauli arbeitete. Er übte sein Handwerk viele Jahrzehnte aus, von der frühen Weimarer Republik bis zu seinem Tod 1964. Sein Werk ist beeinflusst durch die Formensprache asiatischer Tätowierungen und von amerikanischen Motiven. Beide Varianten erlebte er nicht nur in der Theorie, sondern auch in bereits fertiggestellten Tattoos, die z. B. durch Seemänner nach Hamburg kamen. Christian Warlich ist unter Tattoo-Begeisterten auf der ganzen Welt bekannt und erreichte als „König der Tätowierer“ den Status einer Kultfigur.

Im Museum für Hamburgische Geschichte ist noch bis zum 25. Mai 2020 eine Ausstellung über den „König der Tätowierer“ zu sehen, eine weltweit erste umfassende Schau zu einer Leitfigur der globalen Tattoo-Geschichte. Ausgestellt werden ein weltweit bedeutendes Warlich-Konvolut, das dem Museum gehört, Objekte von anderen Tätowierern des 20. Jahrhunderts, um einen Einblick in die damalige Szene zu geben, Objekte zur Warlich-Rezeption und Arbeiten, die von Warlich inspiriert sind.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Quelle: Museum für Hamburgische Geschichte

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Ferdinand Beneke, Tagebücher II (1802-1810)

“ Erlebte der Leser dieser außergewöhnlichen Tagebuchedition den gebürtigen Bremer Ferdinand Beneke in der ersten Abteilung der Jahre 1792 bis 1801 als begeisterten Anhänger der Französischen Revolution, den selbst die emsigen Guillotinen nicht abschrecken können und der sich nach dem Studium als Jurist in die aufklärerischen Netzwerke Hamburgs einfügt – zentral insbesondere 1797 die Mitgliedschaft in der Patriotischen Gesellschaft und die aktive Teilnahme an deren Projekt einer Allgemeinen Armenanstalt als Armenpfleger –, so zeigte die dritte Abteilung der Jahre 1811 bis 1816 ihn als verheirateten Hamburger Bürger mit Kindern, der seinen festen Platz in der Hansestadt gefunden hat und dabei intensive Kontakte zur bürgerlichen Elite Bremens pflegt. Die nun erschienene zweite Abteilung lässt an den entscheidenden Zwischenschritten vom jugendlichen Despotenhasser zum Napoleon verabscheuenden Kämpfer für die Befreiung seiner Heimatstadt von französischer Besatzung teilhaben.“

Die ausführliche und facettenreiche Rezension von Holger Böning finden Sie hier.

Quelle: Holger Böning: Rezension zu: Beneke, Ferdinand: Die Tagebücher II (1802–1810). Göttingen2016. ISBN 978-3-8353-0912-8, in: H-Soz-Kult, 31.10.2019, <www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-29062>.

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Vorlesungsreihe „Hamburger Pädagoginnen im 20. Jahrhundert“ 13.11.2019 – 22.01.2020

Viele Hörsäle der Universität Hamburg wurden in einem Akt lebendiger Erinnerung nach Antifaschistinnen und Antifaschisten benannt, die an dieser Institution gewirkt haben. Anna Siemsen (1882-1951) ist die Namensgeberin des Hörsaals der Erziehungswissenschaft, die Bibliothek ist nach Martha Muchow (1892-1933) benannt. Es gab jedoch Anfang des 20. Jahrhunderts noch mehr Pädagoginnen, die in Hamburg aktiv waren, wie Erna Stahl (1900-1980), Frieda Stoppenbrink-Buchholz (1897-1993), Olga Essig (1884-1965) und Gertrud Bäumer (1873-1954).

Die Veranstaltungsreihe geht der Frage nach, aus welchen Motiven, Maßnahmen und Zielen diese Pädagoginnen sozial- und/oder schulpädagogisch sowie politisch in einer Zeit wirkten, die mit dem Ersten Weltkrieg, der Novemberrevolution und erster deutscher Republik, dem Aufstieg des Faschismus und Ausbruch des Zweiten Weltkriegs sowie der Redemokratisierung nach 1945 von zugespitzter gesellschaftlicher Polarisierung und einem Wandel der Geschlechterverhältnisse geprägt war.

Mehr Infos und Programm finden Sie hier

Quelle: Hamburger Pädagoginnen im 20. Jahrhundert, 13.11.2019 – 22.01.2020 Hamburg, in: H-Soz-Kult, 01.11.2019, <www.hsozkult.de/event/id/termine-41639>

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Regionalgeschichtlicher Workshop – Der Hannoversche Bahnhof: Ein Ort der Verfolgung und Deportationen von 1940 bis 1945

Im Lohsepark in der Hamburger HafenCity gelegen entsteht bis 2022 das Dokumentationszentrum „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“. Kern des geplanten Informations- und Lernorts wird eine Dauerausstellung sein, die das Schicksal von mehr als 8.000 deportierten Jüdinnen und Juden sowie Sintize und Sinti und Romnja und Roma aus Hamburg und Norddeutschland in die Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung einbettet. Zudem wird das Schicksal jener vorgestellt, die in das „Bewährungsbataillon 999“ der Wehrmacht gezwungen wurden. Ebenso wie die Wege der Verfolgten sollen die Handlungsspielräume in der umgebenden Mehrheitsgesellschaft gezeigt werden. In vielfältiger Weise soll zudem die Geschichte und Nachgeschichte der Verfolgung und Deportationen mit Gegenwarts- und Zukunftsperspektiven verknüpft werden.

Für die Erarbeitung der Ausstellungsinhalte und die Darstellung der (Regional-)Geschichte stützt sich das Ausstellungsteam auch auf die vielfältigen Forschungen der letzten Jahre. Der in Kooperation mit der HafenCity Universität (HCU) Hamburg ausgerichtete eintägige Workshop soll die wissenschaftliche Arbeit ausgewiesener Expertinnen und Experten aus Hamburg und Norddeutschland und der Kuratorinnen und Kuratoren zusammenführen und damit die Grundlage bieten, sie in einen größeren Kontext zu stellen. Die Beiträge der Veranstaltung beleuchten Aspekte der historischen Ereignisse und ihrer Vor- und Nachgeschichte. Es wird Gelegenheit zum Austausch und Gespräch geben.

Der Workshop richtet sich an alle an der Thematik Interessierte aus Norddeutschland und darüber hinaus, insbesondere an jene, die die Entwicklung des Projekts „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ aktuell oder in der Vergangenheit mit begleitet haben. Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Der Teilnahmebeitrag für Verpflegung und Tagungsunterlagen beläuft sich auf 20€/erm. 15€. Bitte dazu das beigefügte Anmeldeformular bis zum 31. Oktober 2019 senden an: studienzentrum@bkm.hamburg.de

Weitere Informationen:
https://hannoverscher-bahnhof.hamburg.de/aktuell/12900076/regionalgeschichtlicher-workshop/

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20. Tagung des Netzwerks ‘Frauen in der Geschichte der Gartenkultur’: Freiräume ! – Frauenräume ? Freiraumentwicklung in der Metropole Hamburg

Bei der diesjährigen Tagung vom 13. und 14. September 2019 wird sich der Blick auf die Freiraumentwicklung der Elbmetropole richten, wobei die weibliche Perspektive berücksichtigt und gern auch diskutiert werden soll. Abgesehen von den Künstlerinnen geht es diesmal weniger um die Gestaltenden als vielmehr um die Nutzenden. Doch zunächst schauen wir zurück – auf zwei ihrer Zeit vorausschauende Anlagen und auf die stadtplanerische Weichenstellung für die spätere Entwicklung Hamburger Grünräume – und widmen uns dann der Gegenwart mit der ‚Erhaltung des überkommenen Bestands‘ und ’neuen Parks‘. Wohin die Entwicklungen in den nächsten Jahrzehnten gehen sollen, wird ein weiterer Vortrag zeigen.
2006 fand schon einmal eine Netzwerktagung in Hamburg statt. Damals hatte Karin von Behr unter dem Thema ‚WasserOrte und Spiegelungen‘ an die Elbe eingeladen.

Das Netzwerk ‚Frauen in der Geschichte der Gartenkultur‘ ist aus einem von Dr. Gerlinde Volland initiierten gleichnamigen Arbeitskreis hervorgegangen. Zweck ist es, das Wirken von Frauen in der Geschichte der Gartenkultur und der Landschaftsgestaltung sichtbarer zu machen und Gartenthemen aus der Geschlechterperspektive zu betrachten. Die jährliche Tagung dient als Forum für den Austausch und zur Pflege fachlicher und persönlicher Kontakte.

Wann und wo? 13.-14.09.2019 im Loki Schmidt Haus, Botanischer Garten Hamburg

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„Tiedenkieker. Hamburgische Geschichtsblätter“ N.F., Nr. 10, 2019

Der Verein für Hamburgische Geschichte veröffentlicht neben seiner wissenschaftlichen „Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte“ (ZHG) kleinere Beiträge zur hamburgischen Geschichte und Nachrichten aus dem Verein im „Tiedenkieker. Hamburgische Geschichtsblätter“.
Soeben ist die Ausgabe 2019 erschienen.
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Akademische Veranstaltung „Moderne als Versprechen“ (19.06.-25.06.2019 )

Ob in Form von Architekturen, urbanen Konzepten, Handlungsanweisung in Wissensinstitutionen oder als Lebensstil – Moderne wird als eine gesellschaftspolitische Konstruktion diskutiert, kritisiert und in Relation zum jeweiligen Zeitgeist verortet.

Wie aber funktioniert die „Maschine Moderne“? Welche Strukturen werden infrage gestellt? Werden Brüche herbeigeführt und Neuordnungen formuliert? Welche Rolle spielen Übergang, Ambivalenz und ein Dazwischen? Überhaupt: Sind die Postulate der Moderne zu verhandeln und zu aktualisieren oder sind sie nicht mehr tragfähig? Weiterlesen

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Das Hamburger Matrikelportal ist online

Pünktlich zum 100. Jahrestag der Eröffnung der Universität Hamburg wurde am 10. Mai das Hamburger Matrikelportal freigeschaltet. Alle Studierenden aus den Jahren 1919 bis 1935 können nun online recherchiert werden. Neben etwa 35.000 Einträgen mit Immatrikulationsdaten stehen auch die digitalisierten Originalbände der Universitätsmatrikel der Forschung und der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung.

Das Projekt „Hamburger Matrikelportal“ wurde in den vergangenen zwei Jahren vom Universitätsarchiv Hamburg konzipiert und in Kooperation mit HiTec e.V. umgesetzt. Das Matrikelportal stellt eine grundlegende Informationsplattform zur Geschichte der Studierenden an der Universität Hamburg dar. Im Rahmen einer von der DFG finanzierten Digitalisierung aller Immatrikulationsanträge aus demselben Zeitraum wird es in den kommenden Monaten eine deutliche Erweiterung des Informationsangebots erhalten.

Das Projektteam freut sich über Anmerkungen und Anregungen. Senden Sie diese gerne an matrikelportal@uni-hamburg.de .

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