Der Verlag der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
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VG Wort

Vergütung für Autoren

Was ist die VG Wort?

Die VG Wort (Verwertungsgesellschaft Wort) ist ein Zusammenschluss von Autoren und Verlagen, der 1958 als rechtsfähiger Verein gegründet wurde. Die Gesellschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem „Schöpfer eines geistigen Werkes“ für die Nutzung und Vervielfältigung seines Werkes durch andere mit Hilfe des Urheberrechts zu einem finanziellen Ausgleich zu verhelfen. Neben der VG Wort gibt es weitere Gesellschaften, u. a. die VG Bild Kunst und die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte).

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Was macht die VG Wort?

Es werden die gesetzlich vorgeschriebenen Gebühren eingezogen, die bei der legalen Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke anfallen (zum Beispiel Tantiemen in Bibliotheken) und an die wahrnehmungsberechtigten Autoren und Verlage ausgeschüttet.

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Wer hat Anspruch auf das Geld?

Neben Verlagen haben Urheber wissenschaftlicher Werke, die veröffentlicht wurden, einen Anspruch auf Vergütung durch die VG Wort. Ein Urheber kann der Autor, der Herausgeber oder auch der Übersetzer sein.

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Welche Werke können vergütet werden?

  • Print-Veröffentlichungen:

    Wichtige Voraussetzung für die Vergütung ist die angemessene Verbreitung in Bibliotheken. Bücher müssen in mindestens zwei regionalen Verbundsystemen mit mindestens fünf Standorten, Zeitschriften mit mindestens 2 leihverkehrsrelevanten Standorten in der Zeitschriftendatenbank nachgewiesen sein (der Mindestumfang eines Beitrags beträgt 2 A4-Seiten). Magister-, Diplom- oder Seminararbeiten werden daher nicht berücksichtigt.
  • Offline-Veröffentlichungen:

    Auch Beiträge auf CD oder DVD (Beiträge in Fachzeitschriften oder Fachbüchern, kartografische Werke und Multimediaprodukte, die v. a. aus Text bestehen) können gemeldet werden, sofern in Deutschland mindestens 200 Exemplare verkauft oder mit deren Verkauf ein Umsatz von mindestens 10.000 EUR erzielt wurde.
  • Online-Veröffentlichungen:

    Seit dem 1. Januar 2007 ist es möglich, dass sich Autoren von Internet-Publikationen an der Ausschüttung zu beteiligen. Meldefähig sind inhaltlich geschlossene Texte mit einem Mindestumfang von 1.800 Anschlägen. Das Meldesystem (METIS) befindet sich noch im Aufbau; wir werden Sie über weitere Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Weitere Hinweise finden Sie im Merkblatt zur Anmeldung im Bereich Wissenschaft.

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Wie hoch ist die Ausschüttung?

Die Höhe der Ausschüttung ist abhängig von den jährlichen Einnahmen der VG Wort und dem Umfang der angemeldeten Arbeit. Im Jahr 2007 wurden insgesamt 53,23 Mio. EUR an 110.528 Autoren und 3.488 Verlage verteilt. Die Ausschüttung für ein 2006 erschienenes Buch (101 – 300 Seiten) lag bei 350 EUR. Für Beiträge erhielt man 2,20 EUR pro Normseite. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um gedruckte oder digitale Offline- Medien handelt. Die einmalige Ausschüttung erfolgt jeweils Ende Juni. Hier finden Sie die Ausschüttungsquoten 2010 für 2009.

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Wie meldet sich ein Autor an?

Der entsprechende Titel muss persönlich entweder mit dem dafür vorgesehenen Formular oder direkt
online angemeldet werden. Anmeldeschluss ist jeweils der 31. Januar des dem Erscheinungsjahr folgenden Jahres. Meldungen, die ab 1. Februar eingehen, werden im Folgejahr berücksichtigt. Die Anmeldung des Titels sollte unmittelbar nach seinem Erscheinen erfolgen. Zuständig dafür ist die Abteilung für Wissenschaft (Kontakt).

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